Monatsarchiv: Mai 2008

Dschungelkind

In ihrem Buch “Dschungelkind” beschreibt Sabine Kuegler autobiographisch ihre bisherige Lebensgeschichte. Sie verbrachte ihre Kindheit und einen Großteil ihrer Jugend im Dschungel von West-Papua bei einem Stamm ehemaliger Kannibalen. Sehr treffend beschreibt sie den Kontrast zwischen der Welt, in der sie aufgewachsen ist, und der westlichen Welt, mit der sie sich relativ plötzlich zurechtfinden musste. Aufgrund dessen, was ich in den letzten Jahren selbst im peruanischen Urwald kennengelernt habe, konnte ich vieles von dem, was die Autorin schrieb recht konkret nachvollziehen und nachfühlen – auch, wenn es in unserem Fall nicht ganz so krass war.
Das Buch ist sehr offen geschrieben, auch was die ganzen Schwierigkeiten und inneren Konflikte der Autorin als “third culture Kid” angeht. Ich habe es sehr gerne gelesen und halte es für unbedingt empfehlenswert!
ISBN: 978-3-426-77873-9

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Narrele, was lachst du?

In ihrem Buch “Narrele, was lachst du?” beschreibt Ruth Gay auf humorvolle, aber auch sehr tiefgehende Art die Geschichte der Ostjuden in Amerika. Anhand von scheinbar banalen Themen wie Fußböden, Markisen, Hüten, Essen, Korsetts, etc. illustriert sie die Veränderungen zwischen der alten Heimat und der Neuen Welt. Sie arbeitet dabei sehr gut den Kontrast zwischen dem traditionellen Leben im Dorf, und den fast unbegrenzten Möglichkeiten in der Neuen Welt heraus. Dabei wird deutlich, wie sich Stück für Stück auch die Kultur der jüdischen Einwanderer an die neuen Herausforderungen und Möglichkeiten angepasst hat. Viele Kindheits- und Jugenderinnerungen machen ihre Erzählung lebendig. – Kurz gesagt: es ist ein Buch, das ich sehr empfehlen kann!
ISBN 3-442-76141-7

Dan Browns Sakrileg

Im Jahr 2004 erschien auch in Deutschland Dan Browns Thiller „The Da Vinci Code“, und zwar unter dem Titel „Sakrileg“ – Als Thriller ist die Geschichte ja ganz gut aufgemacht, aber der theologische Inhalt, v.a. die Behauptungen über Jesu angebliche Ehe mit Maria Magdalena und deren gemeinsame Tochter, sind meines Erachtens doch ziemlich an den Haaren herbeigezogen. Der Titel „Sakrileg“, d.h. „Gotteslästerung“ für das Buch scheint somit also ziemlich zutreffend zu sein….
Ich möchte daher das Buch „Dan Browns Sakrileg (The Da Vinci Code) – Daten, Fakten und Hintergründe“ von Hank Hanegraaff & Paul L. Maier als theologisch fundierte Gegendarstellung dazu empfehlen. Es ist bei CLV (www.clv.de) erschienen. Die gedruckte Ausgabe kostet nur EUR 1,90; es kann aber auch kostenlos als PDF bei CLV downgeloadet werden.
Eine kritische Auseinandersetzung mit dem Buch „Sakrileg“ ist auch in der Wikipedia zu finden: http://de.wikipedia.org/wiki/Sakrileg_(Roman)