Monatsarchiv: April 2011

Die große Anpassung

Habe – nach erster Lektüre vor ca. 10 Jahren – mal wieder das Buch „Die große Anpassung – Der Zeitgeist und die Evangelikalen“ von Francis Schaeffer gelesen. Es war Schaeffers letztes Buch, das 1984, im Jahres seines Todes, publiziert wurde. Wieder einmal war ich von der Klarheit und Schärfe, die Schaeffers Analysen in allen seinen Büchern kennzeichnen, sowie seinem Ringen um Wahrheit und Liebe sehr beeindruckt. Auch heute – 27 Jahre nach der Erstveröffentlichung – hat dieses Buch absolut nichts an Aktualität verloren. Im Gegenteil, „The Great Evangelical Disaster“ – „Die große Evangelikale Katastrophe“, wie der englische Originaltitel des Buches lautet, wird nicht kleiner – sie weitet sich zunehmend aus (siehe auch meinen Artikel „Quo vadis Evangelikale Bewegung?“). Um so wichtiger wäre es, nochmals genau auf Schaeffers Botschaft und Vermächtnis an die Evangelikalen zu hören. Auch wenn sie heute noch weniger „politisch korrekt“ ist und vielen vermutlich noch weniger schmecken wird…
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Ist das alles wahr, mit Ostern und so…?

Gestern, an Karfreitag, gedachten wir Jesu Tod am Kreuz. Morgen, am Ostersonntag, feiern wir seine Auferstehung. Doch, ist das alles wahr, mit Ostern und so…? Mit beständiger Regelmäßigkeit erscheinen in diesen Tagen wieder Artikel in Zeitschriften und im Internet, welche die Historizität von Kreuzigung und Auferstehung in Frage stellen. Man wisse letztlich nicht, ob die Überlieferung wahr sei, es sei halt alles „Glaubenssache“. – Leider zeugen diese Art von Aussagen davon, wie erschreckend schlecht die Leute heutzutage informiert sind. Und, was mich immer wieder noch mehr erschreckt ist, dass man oft nicht mehr bereit ist, sich über die Fakten zu informieren. Die Historizität Jesu und der Kreuzigung wird auch von verschiedenen außerbiblischen Quellen belegt. So schreibt der römische Geschichtsschreiber Tacitus (um 58 – um 120 n.Chr.), der beileibe kein Freund der Christen war, über den Brand von Rom u.a. folgendes:

„…gab Nero denen, die, durch Schandtaten verhaßt, das Volk Christen nannte, die Schuld und belegte sie mit den ausgesuchtesten Strafen. Der, von welchem dieser Name ausgegangen, Christus, war, als Tiberius regierte, vom Prokurator Pontius Pilatus hingerichtet worden…“
Denjenigen, die sich doch etwas näher mit den Fakten beschäftigen möchten, seien hier – stellvertretend für viele gute Publikationen – drei Bücher empfohlen:
„Der verheissene Erlöser: Messianische Prophetie, ihre Erfüllung und ihre historische Echtheit“ von Dr. Roger Liebi. Der Verfasser behandelt darin 330 erstaunlich genaue und äußerst differenzierte Prophezeiungen des Alten Testaments sowie deren Erfüllung in Jesus von Nazareth. Dabei werden auch weitere – außerbiblische Quellen – herangezogen, welche die Fakten stützen.

„Ist die Bibel Wahrheit?: Indizien und Bestätigungen für die Glaubwürdigkeit der Bibel“ von William MacDonald. Der Verfasser verdeutlicht darin wohlbegründet und leicht nachvollziehbar, weshalb die Bibel absolut vertrauenswürdig und vollkommen wahr ist.

Die Bücher von Dr. Roger Liebi und William MacDonald sind relativ kompakt (Taschenbücher, je um die 100 Seiten) und konzentrieren sich auf das Wesentliche. Wer theologisch etwas tiefer einsteigen möchte, dem sei die „Einleitung in die Schriften des Neuen Testaments“ von Dr. Erich Mauerhofer empfohlen.
Ich wünsche allen ein frohes Osterfest, denn: Der HERR ist auferstanden – er ist wahrhaftig auferstanden!

Schramberg bald krankenhausfreie Zone?

Am heutigen Montagabend fand die dritte Kundgebung der Bürgerinitiative “Pro Region Schramberg“ statt. Auch heute konnte die Bürgerinitiative, die inzwischen über 12.000 Beitrittskarten erhalten hat, wieder mehrere Tausend Bürger mobilisieren.
Einen Bericht über die Kundgebung sowie die Beiträge der Redner hat der Schwarzwälder Bote soeben veröffentlicht.
Leider scheint die Schlacht um das Schramberger Krankenhaus so gut wie verloren. Das Regierungspräsidium Freiburg hat den Widerspruch gegen den Krankenhausverkauf zurückgewiesen als eine „politische Entscheidung des Kreistages“ die „formal korrekt erfolgt“ sei. Ebenso ernüchtern war ein Besuch im Sozialministerium in Stuttgart; die scheidende Ministerin ist etwas später zum Termin erschienen und dafür auch etwas früher wieder aufgebrochen… Die Klage von Ameos wurde ebenfalls abgewiesen, allerdings wurde gegen die Entscheidung des Gerichts Revision eingelegt.
Mal sehen, ob es mit dem Krankenhaus in Schramberg wirklich zu Ende geht. Das Ganze ist auf jeden Fall eine Ungerechtigkeit, die zum Himmel schreit! Eine „politische Entscheidung“ – auf jeden Fall! „Formal korrekt“ – das mag sein, auch wenn es begründete Zweifel daran gibt… – Aber moralisch korrekt und zu rechtfertigen ist die getroffene Entscheidung auf keinen Fall! Bei seiner Ansprache wies Oberbürgermeister Zinell nochmals darauf hin, dass es zwei (!) Alternativen zu Helios gegeben hätte, die das Schramberger Krankenhaus weiter betrieben hätten. Manchmal hat man das Gefühl im falschen Film zu sitzen…

Hier noch ein paar Links zu Veröffentlichungen zum Thema, die seit der letzten Kundgebung vom 28. März erschienen sind:

Links: Feedback auf den Leserbrief von Rottweils Ex-OB Engeser

Nun auch Indianerdörfer am Amazonas überschwemmt

Bereits vor einem Monat berichtete ich davon, dass mehr als 50 Indianerdörfer am Ucayali von starken Überschwemmungen betroffen sind. Die peruanische Zeitung „El Comercio“ berichtet, dass die peruanische Regierung vor ein paar Tagen den Notstand in der Region Ucayali ausgerufen hat.
Heute erreichten mich nun Berichte (aus dem FAIENAP-Büro), dass die Wassermassen auch zu Überschwemmungen am Amazonas geführt haben. Das Haus von Pastor Eusebio Chanchari (der auch Vorstandsmitglied von FAIENAP ist) vom Stamm der Ticuna-Indianer wurde inzwischen überschwemmt. Gestern wurde in seiner Region sogar ein ganzes Dorf von den Fluten zerstört. Es kam dabei nicht nur zum Verlust von Häusern und Pflanzungen, sondern auch von Menschenleben.
Rafael Ahuanari, der Geschäftsführer von FAIENAP, teilte mir mit, dass es voraussichtlich mindestens ein Jahr dauern wird, bis die Schäden der massiven Überschwemmungen wieder behoben sind. Es müssen ja nicht nur die Häuser wieder aufgebaut und neue Pflanzungen angelegt werden – sobald die Überschwemmungen zurück gegangen sind, d.h. vermutlich in 2 Monaten – sondern es dauert ja auch eine ganze Weile, bis wieder etwas geerntet werden kann. Das bedeutet, dass die Menschen für eine gewisse Zeit auf Hilfe angewiesen sein werden. Es ist möglich, betroffenen Indianerdörfern Hilfe durch FAIENAP zukommen zu lassen. Wer dies tun möchte, der möge sich bitte mit mir in Verbindung setzen. Danke!