Monatsarchiv: Oktober 2012

Basics interkultureller Kommunikation – Feedback und Flyer

Im April erschien die Printausgabe von „Basics interkultureller Kommunikation“; seit Mai ist auch die eBook-Ausgabe verfügbar. Sehr gefreut hat mich das Feedback von Leuten, die ebenfalls in einem interkulturellen Dienst tätig sind und auch andere dafür ausbilden:

„Herzlichen Dank – Jürgen – für dein Buch. Es ist gut gemacht und klasse zu lesen. Ich werde es im Unterricht weiter empfehlen.“ M.K.

„Lieber Jürgen, nur kurz eine schnelle Rückmeldung: Dein Buch Basics Interkulturelle Kommunikation ist genial. …  Ich hatte in der Zwischenzeit schon angefangen einiges für den Unterricht zusammenzusuchen und vorzubereiten und als ich jetzt Dein Buch las, war ich begeistert, darüber dass Du genau eben jene Literatur, die ich ja auch in der Hand hatte, wie Maletzke, Hofstede, Hiebert, Thun, Fowler etc. zusammenträgst, miteinander verbindest, vergleichst, in eigene Worte fasst (was Dir sehr gut gelingt!) und dass Du viele gute Beispiele aus Deinem Dienst und darüber hinaus mit einflechtest. SUPER!“  R.W.

Seit einer Weile gibt es auch folgenden Flyer zum Buch, der gerne auch als Datei weitergegeben oder auch in andere Seiten eingebunden werden darf. Danke!

 

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Credo Magazine zum 100.Geburtstag von Francis Schaeffer

Vor nicht allzu langer Zeit habe ich einen kurzen Artikel über Francis Schaeffer veröffentlicht. Anlässlich des 100. Geburtstags von Francis Schaeffer (1912 – 1984) hat das Credo Magazine ihm die Oktober-Ausgabe gewidmet. Es enthält sehr interessante Artikel (in englischer Sprache), die einen Überblick über sein Leben, seinen Dienst sowie seine Botschaft geben. U.a. enthält das Magazin folgende Artikel:

  • Francis Schaeffer: 1912-1984 by Bruce Little
  • Spiritual Reality: Francis Schaeffer on the Christian Life by William Edgar
  • In Spirit and In Truth: Schaeffer, True Spirituality and the Emergent Church by Bryan A. Follis
  • Ideas Have Consequences: Lessons from the Theology of Francis Schaeffer by Stephen Wellum
  • Speaking the Truth in Love: Lessons from the Life of Francis Schaeffer by Stephen Wellum

Das Credo Magazine steht als PDF zum Gratis-Download bereit.

Was würde Jesus tun?

Beim Stöbern in alten Dateien von Artikeln, die ich vor Jahren mal auf meiner Dschungelpage veröffentlicht habe, bin ich auf Gedanken zum Buch „Was würde Jesus tun?“ von Garrett W. Sheldon (Oncken-Verlag) gestoßen. Das Buch ist derzeit vergriffen und nur gebraucht zu erhalten (z.B. bei Amazon).

Da die Frage natürlich weiterhin aktuell ist und immer noch WWJD-Armbändchen verkauft werden, habe ich beschlossen meine Gedanken und Eindrücke, die ich vor ungefähr 10 Jahren niedergeschrieben habe, hier noch einmal zu veröffentlichen:

 Die Geschichte…

In diesem Buch wird die Geschichte einer erfolgreichen und modernen Gemeinde beschrieben. Der Pastor wird von einer jungen Frau, die Hilfe sucht, aus seiner Predigtvorbereitung gerissen. Er verweist sie an andere, zuständige Stellen weiter. Doch am Sonntag taucht sie im Gottesdienst in seiner Gemeinde auf und meldet sich nach der Predigt zu Wort. Sie ist in einer verzweifelten Situation und niemand hat ihr geholfen. Sie stellt die Frage: „Was würde Jesus tun?“. Mit einer Gehirnblutung bricht sie noch mitten im Gottesdienst zusammen und verstirbt kurz darauf im Krankenhaus.

Dieses Erlebnis reist den Pastor aus der frommen Routine. Er beginnt sich der Frage dieser Frau zu stellen und bittet Jesus, dass er ihn zum wesentlichen des Glaubens zurückführt. Am folgenden Sonntag beginnt er ein Experiment in der Gemeinde. Er selbst will sich ein Jahr lang bei jeder wichtigen Entscheidung fragen: „Was würde Jesus an meiner Stelle tun?“. Er lädt andere Gemeindeglieder dazu ein, freiwillig bei diesem Experiment mitzumachen. Am Anfang machen nur einige wenige mit, die anderen Gemeindeglieder betrachten m.o.w. skeptisch dieses Experiment. Die Gruppe trifft sich wöchentlich nach dem Gottesdienst um über die Erlebnisse der vergangenen Woche auszutauschen. Das Leben der Teilnehmer bekommt eine völlig neue Richtung, aber sie werden im Alltag auch durch gewaltige Prüfungen geführt und spüren die Tragweite und Konsequenzen dieser Frage.

Persönliche Gedanken zum Buch:

Beim Lesen dieses Buches hatte ich gemischte Gefühle. Einerseits war ich fasziniert von der Geschichte (die wohl leider nur eine Geschichte ist…) und wollte das Buch gar nicht mehr weglegen. Andererseits wurde ich natürlich dazu herausgefordert mich persönlich, im Alltag, dieser Frage „Was würde Jesus tun?“ zu stellen. Dabei kam auch Angst auf, mich konsequent dieser Frage zu stellen. Denn sich das zu fragen, wenn es um einfache Entscheidungen geht ist ja nicht schwer, aber was ist, wenn’s unangenehm oder kritisch wird?

Mir persönlich wurden zwei Dinge klar, mit denen ich mich in der Zukunft auseinandersetzen muß, um sie zu überwinden:

  • In mir ist immer noch ein gewisses Misstrauen, dass Gottes Wille immer gut für mich ist.
  • In mir ist immer noch eine gewisse Bereitschaft zum Ungehorsam ggü. Gott, in für mich unbequemen Situationen.

 Es ist mir wichtig, mich dieser Frage („Was würde Jesus tun?“) zu stellen. Nicht in einer gesetzlichen Weise dass es zu Selbstverdammung oder einer Zwanghaftigkeit kommt. Aber diese Frage hilft mir in der „Spur“ zu bleiben und gibt mir Kriterien für die Entscheidungsfindung. – Auch wenn es nicht immer leicht ist, eine Antwort auf diese Frage zu finden, denn manches wird ja von der Bibel recht klar beantwortet, anderes aber auch offen gelassen…

Wichtig ist mir auch, dass ich, wenn ich versagt habe, nicht bei meinem Versagen stehenbleiben muß, sondern dieses Jesus bekennen und ihn um Vergebung und einen Neuanfang bitten darf. Ich denke, das befreit mich vom Druck ja keine Fehler mehr machen zu dürfen und ja keine falschen Entscheidungen mehr zu treffen.

Inzwischen ist aus dieser Frage ja eine Bewegung geworden „What would Jesus do?“ (WWJD). Es gibt viele weitere Bücher, Arbeitsmaterial etc. dazu.

Was ich mir wünsche ist, dass wirklich eine große Bewegung daraus wird, nicht weil´s gerade „in“ ist, sondern aus Überzeugung – und weil es eigentlich das Normalste der Welt für einen Christen sein sollte: denn was bedeutet es sonst, dass Jesus der Herr ist?