Monatsarchiv: Mai 2013

Pfingsten

Pfingsten gehörte früher für mich zu den kirchlichen Festen, mit denen ich wenig anfangen konnte. Ich wusste zwar, dass es irgendwie mit dem Kommen des Heiligen Geistes zu tun hatte. Aber im Vergleich zu Weihnachten oder Ostern war Pfingsten nach meinem Empfinden irgendwie ungreifbar und in gewissem Maße suspekt.

Inzwischen kann ich mit Pfingsten wesentlich mehr anfangen. Zumindest ist das, was der Heilige Geist damals am Pfingstfest, nach Jesu Tod, Auferstehung und Himmelfahrt, getan hat, wesentlich konkreter für mich geworden. Ich möchte hier nur zwei Punkte davon nennen:

1) Pfingsten ist der Geburtstag der Gemeinde

 An Pfingsten hat der Heilige Geist aus den Nachfolgern Jesu das neutestamentliche Gottesvolk, die Gemeinde Jesu Christi, gebildet. Am Anfang bestand die Gemeinde nur aus Juden-Christen, d.h. aus Juden, die an Jesus als den Messias glaubten. Doch bald breitete sich die Botschaft des Evangeliums auch unter Nichtjuden (Nationen, Heiden) aus, und aus der Gemeinde wurde immer mehr eine internationale und interkulturelle Gemeinschaft, der Menschen aus den unterschiedlichsten Nationen, Rassen, Stämmen und Sprachen angehören.

2) Pfingsten ist der Auftakt zur Weltmission

Nach seiner Auferstehung befahl Jesus seinen Jüngern „sich nicht von Jerusalem zu entfernen, sondern auf die Verheißung des Vaters zu warten – die ihr, sagte er, von mir gehört habt; denn Johannes taufte mit Wasser, ihr aber werdet mit Heiligem Geist getauft werden nach diesen wenigen Tagen.“ (Apg 1,4-5). Und Jesus verhieß ihnen: „Aber ihr werdet Kraft empfangen, wenn der Heilige Geist auf euch gekommen ist; und ihr werdet meine Zeugen sein, sowohl in Jerusalem als auch in ganz Judäa und Samaria und bis an das Ende der Erde.“ (Apg 1,8).

An Pfingsten erfüllte sich diese Verheißung. Durch die Sendung des Heiligen Geistes gab Gott quasi den „Startschuss“ zur Weltmission. Gleich an Pfingsten kam es zu einem enormen Wachstum der Gemeinde, als Menschen aus allen Regionen der damals bekannten Welt die Botschaft von Jesus hörten und zum Glauben kamen (Apg.2). Im weiteren Bericht der Apostelgeschichte lesen wir, wie sich das Evangelium seit Pfingsten immer weiter in der Welt ausbreitete – und das tut es noch heute.

 Anfang des 19. Jahrhunderts schrieb Philipp Spitta das Pfingstlied „O komm, du Geist der Wahrheit“ (Nr. 136 im Evangelischen Gesangbuch). Dieses Lied bringt zum Ausdruck, was der Heilige Geist in den Gläubigen wirken will und warum wir Ihn so dringend brauchen:

 1. O komm, du Geist der Wahrheit, und kehre bei uns ein, verbreite Licht und Klarheit, verbanne Trug und Schein. Gieß aus dein heilig Feuer, rühr Herz und Lippen an, daß jeglicher getreuer den Herrn bekennen kann.

 2. O du, den unser größter Regent uns zugesagt: komm zu uns, werter Tröster, und mach uns unverzagt. Gib uns in dieser schlaffen und glaubensarmen Zeit die scharf geschliffnen Waffen der ersten Christenheit.

 3. Unglaub und Torheit brüsten sich frecher jetzt als je; darum mußt du uns rüsten mit Waffen aus der Höh. Du mußt uns Kraft verleihen, Geduld und Glaubenstreu und mußt uns ganz befreien von aller Menschenscheu.

 4. Es gilt ein frei Geständnis in dieser unsrer Zeit, ein offenes Bekenntnis bei allem Widerstreit, trotz aller Feinde Toben, trotz allem Heidentum zu preisen und zu loben das Evangelium.

 5. In aller Heiden Lande erschallt dein kräftig Wort, sie werfen Satans Bande und ihre Götzen fort; von allen Seiten kommen sie in das Reich herein; ach soll es uns genommen, für uns verschlossen sein?

 6. O wahrlich, wir verdienen solch strenges Strafgericht; uns ist das Licht erschienen, allein wir glauben nicht. Ach lasset uns gebeugter um Gottes Gnade flehn, daß er bei uns den Leuchter des Wortes lasse stehn.

 7. Du Heilger Geist, bereite ein Pfingstfest nah und fern; mit deiner Kraft begleite das Zeugnis von dem Herrn. O öffne du die Herzen der Welt und uns den Mund, daß wir in Freud und Schmerzen das Heil ihr machen kund.

Text: Philipp Spitta (1827) 1833

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“Yes we can!“ – im Licht der Literarkritik

Barack Obama war es, der die drei Worte „Yes we can!“ bekannt machte. Ja, der vielmehr selbst durch diese Worte bekannt wurde! Auch wenn sich in 50 Jahren fast niemand mehr an die Erfolge des 44. Präsidenten der Vereinigten Staaten erinnern wird, durch das Aussprechen dieser drei magischen Worte wird er für immer im kollektiven Gedächtnis der Weltgeschichte bleiben – so, wie der 35. Präsident durch sein klares Bekenntnis: „Ick bin ein Berliner!“

Allerdings habe ich es schon länger geahnt: Obama war nicht der erste, der diese Worte, die ihn berühmt gemacht haben, gesprochen hat. Als erfahrenem Vater von drei Kindern, der unzählige Folgen von „Bob der Baumeister“ gesehen hat (in 3 Sprachen: Deutsch, Schweizerdeutsch: „Bob de Boumaa“ und Spanisch: „Bob el Constructor“), kamen mir diese Worte schon lange allzu bekannt vor. Denn die Hauptaussage, die in jeder Folge von „Bob der Baumeister“ x-mal wiederholt wird, hat sich unauslöschlich in mein Gedächtnis eingebrannt: „Können wir das schaffen? – Joh, wir schaffen das!“ (CH: „Chönned mirs flickä? – Sicher, klar!“  Spanisch: ¿Podemos hacerlo? ¡Sí podemos!).

Und tatsächlich, das Youtuben (d.h. googeln auf Youtube) hat mir Gewissheit und meiner armen Seele Ruhe verschafft. In der Originalausgabe von „Bob the Builder“ geht der Dialog folgendermaßen: „Can we fix it? – YES WE CAN!

Nun stellt sich natürlich die entscheidende Frage: Wie lässt sich erklären, dass Obama in seiner Rede dieselben Worte verwendet hat, wie der Autor von „Bob the Builder“? Ganz davon zu schweigen, ob es gerecht ist, dass der eine dafür ewigen Ruhm erhält, während der andere – außer von erfahrenen Vätern und ihren Kindern – kaum beachtet wird?!
Also, wie lässt sich die Verwendung derselben Worte – und die gleichzeitige Verschiedenheit (Rede von Obama / Geschichten von Bob) erklären?
Da wir es hier mit einer Art „synoptischem Problem“ zu tun haben, stellt uns die moderne Theologie mit ihrer Literarkritik entsprechende Werkzeuge zur Verfügung. Dabei können wir zwei grundsätzliche Ansätze unterscheiden: 1) Lösungsversuche im Rahmen einer Abhängigkeitserklärung. 2) Lösungsversuche im Rahmen der Unabhängigkeitserklärung (hier ist nicht die Unabhängigkeitserklärung der Vereinigten Staaten gemeint, sondern dass Obama und der Autor von Bob nichts miteinander zu tun haben).

1) Lösungsversuche im Rahmen einer Abhängigkeitserklärung

Diese Lösungsversuche gehen davon aus, dass eine literarische Abhängigkeit zwischen der Rede Obamas und den Geschichten von Bob the Builder besteht.

Hier möchte ich kurz zwei mögliche Ansätze vorstellen:

a) Die Benutzungshypothese – mir gefällt allerdings mehr der moderne und zeitgenössische Begriff „Plagiatshypothese“ (diesen hat – laut Google – vor mir nämlich noch kein anderer Theologe verwendet 🙂 ).
Die Plagiatshypothese besagt, dass Obama beim Schreiben seiner Rede eine Vorlage hatte und daraus abschrieb, allerdings ohne die übernommenen Worte explizit als Zitat zu kennzeichnen. Vielleicht hat er als erfahrener Vater mit seinen Kindern regelmäßig „Bob the Builder“ angeschaut und der Dialog hat sich (wie bei mir) tief bei ihm eingegraben? Die Frage wäre dann allerdings, ob er die Worte vorsätzlich und bewusst übernommen hat, oder ob das eher unbewusst geschehen ist? Aus eigener Erfahrung könnte ich mir eher das Zweite vorstellen…  Ein weiterer Einwand ist, ob die Übernahme eines kurzen Satzes schon als Plagiat – und damit möglicherweise auch als Urheberrechtsverletzung – zu werten ist? Es gibt viele Sätze mit drei Worten: „Ich habe Hunger!“ „Ich liebe Dich!“ etc. – Ganz zu schweigen von dem Problem, eindeutig den Urheber dieser Kurz-Sätze ausfindig zu machen!

b) Die Zweiquellenhypothese
Vergleicht man Obamas Rede mit den Bob-Filmen, dann wird man gewisse Ähnlichkeiten in den Themen feststellen: Es geht um´s Aufbauen. Es geht darum, Dinge zum Guten zu wenden. Es geht darum, die Leute zu ermutigen, zu motivieren und deutlich zu machen, dass wir es gemeinsam schaffen und bewältigen. Die Zweiquellenhypothese besagt, dass Obama und dem Autor von Bob zwei Quellen zur Verfügung standen, aus denen sie ihr jeweiliges Material zusammentrugen: 1) Ein Rahmenwerk (R), aus dem sie die Ideen zur Storyline bezogen haben. 2) Eine Redequelle (Q), aus dem z.B. die Worte „Yes we can!“ stammen. Manche Theologen haben diese Zweiquellenhypothese sogar zu einer Vierquellenhypothese ausgebaut, und um zwei weitere Quellen ergänzt: 3) Die Quelle O, d.h. das Sondergut von Obama (also all das, was bei Obama, aber nicht in den Bob-Filmen vorkommt). 4) Die Quelle B, d.h. das Sondergut von Bob (also all das, was bei Bob, aber nicht in Obamas Rede vorkommt). Während die Vierquellenhypothese bald wieder verworfen wurde, gilt heute die Zweiquellenhypothese als wissenschaftlich bzw. politisch korrekt. Ich weiß aber nicht, ob der Autor von Bob und Obama damit einverstanden wären… – denn es bestehen doch gewisse Ähnlichkeiten mit der Plagiatshypothese und das ist sowohl für Autoren wie auch für Politiker ein bisschen problematisch.

2) Lösungsversuche im Rahmen der Unabhängigkeitserklärung

Diese Lösungsversuche gehen davon aus, dass Obama und der Autor von Bob ihre Werke unabhängig voneinander geschrieben haben, d.h. es besteht eine gegenseitige literarische Unabhängigkeit.

a) Der schriftliche Ur-Baumeister
Ausgangsbasis ist die Existenz eines schriftlichen Werkes in aramäischer Sprache, das wir an dieser Stelle als den „Ur-Baumeister“ bezeichnen wollen. Dieser schriftliche Ur-Baumeister wurde nun in verschiedene Sprachen übersetzt und dabei bearbeitet. Das Problem bei dieser Hypothese ist allerdings, dass es zwar die Ähnlichkeiten („Yes we can!“) durchaus erklären kann, aber nicht die Unterschiede – trotz gemeinsamer schriftlicher Vorlage.

b) Der mündliche Ur-Baumeister (Traditionshypothese)
Diese Hypothese geht von der Existenz eines mündlichen Ur-Baumeisters (in aramäischer und/oder griechischer Sprache) aus. Indem die Geschichte immer wieder weitererzählt wurde kam es zu einem Prozess mündlicher Überlieferung. Irgendwann wurden dann Notizen in aramäischer oder griechischer Sprache gemacht. Diese Notizen wurden der besseren Verständlichkeit halber dann in verschiedene englischsprachige Fassungen übertragen. Die entsprechenden Fassungen entsprechen der Periode der schriftlichen Niederlegung (Bob entstand noch vor dem Wechsel ins neue Millenium, Obamas Rede erst ein knappes Jahrzehnt später). Die literarischen Unterschiede in den beiden Werken werden auf die unterschiedliche Ausbildung und Kapazität der Autoren zurückgeführt. Sicher spielt in diesem Fall auch die jeweilige Zielgruppe noch eine Rolle: Wähler bzw. Kinder.

c) Die Fragmententheorie
Hier geht man von der Existenz früher schriftlicher Aufzeichnungen über den Baumeister aus. In einer ersten Stufe gab es direkte unabhängige Aufzeichnungen, z.B. über Taten, Herausforderungen und Worte des Baumeisters. In einer zweiten Stufe wurden diese unabhängigen Aufzeichnungen zusammengestellt (Sammlung der Taten, Sammlung der Herausforderungen, Sammlung der Worte, etc.). In einer dritten Stufe wurden diese Sammlungen verschiedener Herkunft zu einem Werk zusammengefügt – d.h. es entstanden einerseits Obamas Rede als auch Bob the Builder aus Fragmentensammlungen unterschiedlicher Herkunft. Das Problem ist nur, dass man bisher keine Spuren solch früher Aufzeichnungen gefunden hat…

Vielleicht raucht Ihnen nach dieser Fülle von Hypothesen und dem Ausflug in den Dschungel moderner Theologie (falls Sie es überhaupt geschafft haben, den Artikel bis hier zu lesen – auf jeden Fall herzlichen Glückwunsch, Sie haben´s gleich geschafft!) der Kopf? Vielleicht beginnen Sie sogar zu zweifeln – an Bob, oder sogar an Obama? Und überhaupt: Hat Obama überhaupt „Yes we can!“ gesagt? – Oder handelt es sich dabei um „unechte Obama-Worte“? (D.h. Obama habe diese Aussage nie so gemacht, sondern seine Anhänger hätten sie ihm nachträglich in den Mund gelegt…) In diesem Fall kann ich Sie beruhigen: Augenzeugen und moderne Fernsehaufzeichnungen belegen uns die Tatsache, dass er es gesagt hat (vorausgesetzt, es war Obama selbst, der diese Rede gehalten hat und nicht sein Double…).

Jesus und die Schreiber der vier Evangelien haben es da viel schwerer – leider gab es damals noch kein Fernsehen. Die Augenzeugen von damals und ihre Berichte wurden in den vergangenen 200 Jahren dermaßen diskreditiert, dass sie heute kaum noch ernst genommen werden – und das, obwohl sie für die Wahrheit ihrer Berichte mit ihrem eigenen Leben einstanden.

Falls dieser Artikel bei Ihnen vielleicht doch gewisse Zweifel an den Methoden der Bibelkritik geweckt haben sollte, dann empfehle ich Ihnen den kurzen Artikel „Eta Linnemann – von der Bibelkritikerin zum Kind Gottes“ sowie die Bücher und Vorträge von Prof. Dr. Eta Linnemann (kostenlos bei Sermon-Online downloadbar).

Und falls Sie von alledem nichts verstanden haben und moderne Theologie auch kein Thema für Sie ist  – machen Sie sich keine Sorgen, das ist keine wirkliche Wissenslücke, Sie haben im Grunde nichts Wichtiges verpasst. Ich würde Ihnen nur eines empfehlen: Gehen Sie weiterhin von der Redlichkeit Barack Obamas beim Schreiben seiner Rede – und von der Redlichkeit der Evangelisten beim Schreiben Ihrer Berichte über das Leben Jesu aus.

Theologie der Erweckung

Wenden wir uns nun, nach einem kleinen Ausflug in die Welt der Satire, wieder ernsthafteren Themen zu…

Kürzlich ist mir per „Zufall“ das Buch „Theologie der Erweckung“ von Richard Lovelace in die Hände gefallen. Hab bisher erst knapp 90 Seiten gelesen, aber es ist sehr interessant – und neben ein paar Fragezeichen (?) überwiegen die Ausrufezeichen (!), die ich an den Seitenrand gemalt habe.

 Im Vorwort beschreibt Lovelace, worum es ihm in seinem Buch geht. Er beginnt mit dem Satz: „Dieses Werk stellt ein Handbuch einer Geistlichen Theologie dar, in der die Geschichte und die Theologie der christlichen Erfahrung miteinander verbunden werden.“ (S. 11)

 „Wahre Spiritualität stellt keine übermenschliche Religiosität dar, sondern einfach wahre Menschlichkeit, die von den Bindungen der Sünde befreit und durch den Heiligen Geist erneuert wurde.“ (S.19)

U.a. bildet Jonathan Edwards Erweckungstheologie ein wichtiges Vorbild für sein Buch. So beginnt das erste Kapitel mit einem geschichtlichen Überblick unter dem Titel „Jonathan Edwards und die Jesusbewegung“. Darin weist er auf die Wurzeln der evangelikalen Bewegung hin und beschreibt die Merkmale verschiedener Erweckungsbewegungen bis in die neuere Zeit (in diesem Fall bis Mitte / Ende der 1970er Jahre; die amerikanische Originalausgabe erschien 1979; die deutsche Übersetzung 1984).

Lovelace weist auf das 1741 erschienene Buch „Merkmale für das Wirken des Geistes Gottes“ von Jonathan Edward hin (S.38), in dem dieser fünf Echtheitsmerkmale der damaligen Erweckungsbewegung nennt:

  1. sie macht Jesus Christus groß
  2. sie kämpft gegen die Mächte der Finsternis
  3. sie ehrt die Heilige Schrift
  4. sie fördert die gesunde Lehre
  5. sie schließt die Ausgießung der Liebe zu Gott und Menschen ein.

 Das zweite Kapitel behandelt „Biblische Vorbilder für sich wiederholende und anhaltende Erneuerungen“ indem er auf das Schema „Abfall und Erneuerung“ hinweist. Die beiden Hauptgründe, die er für den immer wieder vorkommenden Abfall im Volk Gottes nennt sind 1) die Kluft zwischen den Generationen, und 2) die Mächte der Finsternis.

„In Erweckungen gleicht die Kirche oft einem Kleinkind, das zwar äußerst lebendig, aber im Blick auf viele Bereiche seiner zukünftigen Entwicklung reichlich unterentwickelt ist.“ (S.74)

 Das dritte Kapitel handelt von „Vorbedingungen für eine anhaltende Erneuerung“. Darin behandelt er Aspekte wie „Gotteserkenntnis und Selbsterkenntnis“, „die Größe der Sünde“, „das Fleisch“ und „die Welt“. Gleich zu Beginn dieses Kapitels zitiert Lovelace aus dem Eingangskapitel von Calvins Institutio:

Die Annahme Christi und die Annahme aller Bereiche der Erlösung hängen ab von dem Wissen um die Heiligkeit Gottes und von dem Überzeugtsein von der Größe unserer Sünde.“ (S.76)

 Ein paar weitere nachdenkenswerte Zitate aus diesem Kapitel:

„Leise glitt die ganze Kirche in die Lehre Marcions ab, indem sie es vermied, von dem heiligen und allmächtigen Gott zu reden, der alle Tage über die Gottlosen zürnt und dessen Zorn über denen bleibt, die seinen Sohn nicht annehmen. Indem sie dieses Bild in einen unberührten Winkel ihres Herzens abschob, setzte die Kirche an dessen Stelle einen neuen Gott, der die Züge einer freundlichen Großmutter trug, verbunden mit der Milde und Lieblichkeit eines Jesus, der kaum für unsere Sünden zu sterben brauchte. Viele amerikanische Gemeinden bezahlten praktisch ihre Geistlichen dafür, daß diese sie vor dem wahren Gott schützten.“ (S.78)

„Nur im Licht der am Kreuz geoffenbarten überwältigenden Liebe Gottes zu seiner Schöpfung können wir seinen Zorn über die Zerstörung dieser Schöpfung verstehen. Im Kreuz wird beides tatsächlich sichtbar: Gottes Zorn über die Sünde und seine große Liebe und sein Erbarmen, durch die er die zerstörte Welt und ihre Zerstörer erneuert. Gottes Barmherzigkeit, Geduld und Liebe muß in der Kirche voll und ganz verkündigt werden. Doch sie werden unglaubwürdig, wenn sie nicht in Spannung gebracht werden zu der unendlichen Macht Gottes, seiner völligen Beherrschung der Welt, seiner Heiligkeit und seiner Gerechtigkeit.“ (S.79)

„Edwards merkte, daß man alle Erfahrungen mit Gott nachahmen konnte, nur nicht die, die seine Heiligkeit betrafen.“ (S.79)

 „Der moderne Mensch ist nicht immun gegenüber den Einwirkungen traditioneller christlicher Begriffe. Er ist einfach machtlos gegenüber dem Vorhandensein von Antworten auf Fragen, die zu stellen er noch nicht gelernt hat.“ (S.86)

Kaffeepads bringen endlich die Gleichstellung – mit dem Tee…

In meiner Kindheit (lang ist´s her…) gab es die Scherzfrage: Wer hat es besser, der Tee oder der Kaffee? Antwort: Der Kaffee, der darf sich setzen – der Tee muss ziehen. 🙂 Okay, diese Scherzfrage ist heute zwar nicht mehr zeitgemäß, weist aber doch auf ein Jahrhunderte altes philosophisches Problem hin…

Nun lehrt uns nicht nur das bekannte Lied von Hannes Wader1, dass nichts bleibt wie es war. Heute, 40 Jahre später, leben wir mitten im Zeitalter von Emanzipation, Gleichstellung und Gender-Mainstreaming. Warum sollte dann ausgerechnet die Schlechterstellung des Tees gegenüber dem Kaffee beibehalten werden? Nun haben vor ein paar Jahren ein paar schlaue Ingenieure eine neuartige Kaffeemaschine entworfen – und im selben Zug eine neue Art, den Kaffee in die Maschine einzufüllen: Das Kaffeepad! Dabei haben sie – rein zufällig, völlig ohne Absicht und unbewusst – zur Gleichstellung des Tees beigetragen und endlich ein Jahrhunderte währendes Problem gelöst. Wunder der Evolution, sie funktioniert noch heute!

Wie bringt das Kaffeepad nun die Gleichstellung? Gleich werde ich´s erklären, vorher aber noch ein wichtiger Hinweis:

Disclaimer: Da es für die folgende Methode weder eine Packungsbeilage gibt, noch Ihr Arzt oder Apotheker Ihnen eine rechtsverbindliche Auskunft geben können wird, möchte ich folgendes klarstellen: Die folgenden Ausführungen stellen weder eine Gebrauchsanweisung noch eine Aufforderung zum Handeln dar! Für eventuelle Schäden, die durch die Nachahmung des folgenden Experiments entstehen sollten (an Leib, Leben, Gesundheit, psychisch, moralisch und psychosomatisch, der Aura, dem geistartigen Doppel oder gar dem SEIC2), übernimmt der Autor weder die Verantwortung noch die Haftung. Ist das klar??? – Durch das Weiterlesen dieses Artikels erklären SIE sich als Leser automatisch mit dem Haftungsausschluss des Autors einverstanden! Sollten SIE damit nicht einverstanden sein, dann stoppen SIE Ihre Lektüre! JETZT!

 Okay, nachdem das geklärt wäre geht´s nun weiter…

Ist Ihnen schon einmal aufgefallen, dass das Wesen des Kaffeepads dem eines Teebeutels erstaunlich ähnlich ist? Gut, die meisten Teebeutel haben noch eine Schnur mit einem Etikett dran… – aber es gibt z.B. in der Schweiz auch Teebeutel ohne Schnur zu kaufen! (Eigentlich gar nicht so schlecht: man spart das Schnürchen, Papier, das Bedrucken, sowie die Klammern um Teebeutel und Papier an der Schnur zu befestigen. Man müsste mal ausrechnen wieviel sich dabei sparen ließe… Ja, die Schweizer wissen, wie man´s macht!)

Nun, aufgrund der Wesensähnlichkeit zwischen Kaffeepad und Teebeutel hab ich mich gefragt: Was spricht eigentlich dagegen, das Kaffeepad in eine Tasse zu tun, kochendes Wasser drauf zu gießen und 5 Minuten ziehen zu lassen? Abgesehen davon, dass sich dabei in vermehrtem Maße irgendwelche Bitterstoffe im Kaffee lösen (könnten), die nachher meinem Magen zu schaffen machen (könnten), eigentlich nichts! – Also: gesagt, getan!

Aber sehen Sie selbst:

 Vorbereitung des Versuchs:Kaffee_Experiment_1

 Wasser einfüllen: Kaffee_Experiment_2

 Nach 2 Minuten und 30 Sekunden: Kaffee_Experiment_3

 Nach 5 Minuten: Kaffee_Experiment_4

Für mich persönlich ist dieser neuartige Gebrauch der Kaffeepads die ultimative Lösung: Geschmacklich steht er konventionell zubereitetem Kaffee (fast) in nichts nach, die Zubereitung ist zeitgerecht, mit dem allgemeinen Gleichstellungsgesetz vereinbar und politisch korrekt. Außerdem ist es die Alternative, wenn Sie bei jemandem zu Besuch sind, zum Kaffee eingeladen werden und kurzfristig die Kaffeemaschine kaputt geht (wie neulich beim Pfarrer meiner Gemeinde… – Markus, bitte entschuldige dass ich das hier erwähne; leider bin ich damals noch nicht auf diese Idee gekommen… – aber der Pulver-Cappuccino hat auch gut geschmeckt!); Ihr Gastgeber wird sehr erleichtert sein, dass er Ihnen trotzdem einen echten Bohnenkaffee anbieten kann!

 Soweit so gut, wenn da nicht ein Aber bleiben würde… Da ich ein sparsamer Schwabe bin sind´s eigentlich zwei „Aber“ (wir Schwaben sind schon sparsam, aber eben nicht mit dem „Aber“):

1) Die Verwendung von Kaffeepads ist vom ökonomischen Gesichtspunkt aus betrachtet allgemein kostspieliger als die traditionelle Verwendung losen Bohnenkaffees (mit Kaffeefilter – ja, diese komischen fast dreieckigen Tüten, die man früher mal verwendet hat, obwohl es ja heute nach noch Leute geben soll, die da noch etwas rückständig sind…). Das war das schwäbische „Aber“.

2) Die Verwendung von Kaffeepads wirf vom ökologischen Gesichtspunkt aus – sagen wir mal – gewisse Fragen auf: Verbrauch zusätzlicher Ressourcen für das Pad im Vergleich zum traditionellen Kaffeefilter? Zusätzlicher Verbrauch von Ressourcen für die Verkaufsverpackungen von Kaffeepads – insbesondere angesichts des geringeren Inhalts an Kaffee in Gramm gemessen? Meines Erachtens sollten da dringend Studien in Auftrag gegeben werden, um diesen Punkt zu klären; es kann ja nicht sein, dass unser hemmungsloser Kaffeekonsum die Verschwendung von Ressourcen weiter ansteigen lässt! Das könnte durchaus ein Thema sein, das im bevorstehenden Bundestagswahlkampf kostbare Wählerstimmen bringt. Bin mal gespannt, ob eine der Parteien die Relevanz des Themas entdeckt?! Das war das ökologische „Aber“.

 Beim Schreiben dieses Artikels kam mir übrigens noch eine Idee, wie die Gleichstellung zwischen Kaffee und Tee hergestellt werden könnte: Wäre es nicht vielleicht auch eine Möglichkeit, einen Teebeutel in die Kaffeepad-Kaffeemaschine einzulegen? Was würde geschehen? – Vermutlich bräuchte es noch einen entsprechenden Adapter – aufgrund der Form des Teebeutels – aber vielleicht wäre das die ultimative Lösung! Vielleicht probiere ich das demnächst, aber mit Schweizer Teebeuteln, um Komplikationen durch das Schnürchen zu vermeiden…

1 Falls Sie Hannes Wader nicht kennen, dann empfehle ich den Artikel über ihn in der Wikipedia

2Hätten Sie das Buch „Animismus“ von Prof. Dr. Lothar Käser gelesen, dann wüssten Sie nun, was ein geistartiges Doppel und ein SEIC ist… 😉

Tabuthema Folgen der Abtreibung

Bereits 1992 schrieb Karin Struck in ihrem Buch “Ich sehe mein Kind im Traum“:

„Wo früher die Abtreibung selbst das Tabu und die Schande war, sind heute die Folgen der Abtreibung das Tabu.“ (Karin Struck: Ich sehe mein Kind im Traum, Berlin: Ullstein, 1992,S.101).

Nach meiner Beobachtung hat sich daran auch in den letzten 20 Jahren nichts Wesentliches geändert.

Karin Struck beschreibt in ihrem Buch, wie sie selbst 1975 eine Abtreibung durchführen ließ und bemerkt dazu, dass sie beinahe 20 Jahre lang in Gesprächen mit den verschiedensten Menschen feststellen musste, dass die Öffentlichkeit von dem „Danach“, d.h. von den Folgen der Abreibung nichts wissen will. Neben den möglichen somatischen (körperlichen) Folgeerscheinungen eines Schwangerschaftsabbruchs, weist sie insbesondere auf psychosomatische und psychische Folgeerscheinungen hin. Zu den psychosomatischen Folgeerscheinungen  gehören  z.B. Menstruationsbeschwerden, Funktionelle Unterleibsbeschwerden (d.h. ohne direkte organische Ursache), Funktionelle Sexualstörungen (z.B. Störungen des Geschlechtstriebs, Orgasmus-Störungen, Schmerzen beim Verkehr, Frigidität), Migräne, Ein- und Durchschlafstörungen, Alpträume.  (K. Struck S.276). Zu den psychischen Folgeerscheinungen gehören u.a. leere und innere Trostlosigkeit, Ekel, vor sich selbst,  das Gefühl, einen Teil der Psyche preisgegeben haben und innerlich fast tot sein (K. Struck, S. 121), „Roboter feeling“ (Absterben des emotionalen Lebens), Suizidgefahr, Suchtgefahr,  den Anblick von Säuglingen nicht mehr ertragen können (K. Struck, S. 126). Eine der schlimmsten psychisch-geistigen Abtreibungsfolgen scheint jedoch das „Niobe-Syndrom“ zu sein, d.h. die Angst, dass man, weil man ein Kind abtreiben lies, ein anderes der eigenen Kinder, eines Tages verlieren könnte. (K. Struck, S. 127). Gemäß einer Untersuchung, die im Jahr 1991 von der Ärztin Marion Poensgen, von der Universität Würzburg durchgeführt wurde, haben über 19% der Frauen  Alpträume; noch viele Jahre nach der Abtreibung träumen noch 17% der Frauen von ihren Kindern. Über 40% der von ihr befragten Frauen würde den Schwangerschaftsabbruch rückgängig machen wollen, einem Drittel gelingt die Verdrängung des Erlittenen nicht. (K. Struck, S. 127/128)

In einem Videoclip auf Youtube berichtet eine mutige junge Frau von ihrer eigenen Lebensgeschichte. Ihre eigene Mutter wollte sie abtreiben; sie selbst hat dann später eine Abtreibung durchführen lassen. Sie spricht sehr offen darüber und erklärt auch den Grund dafür:

„Ich hätte mir gewünscht, dass mit einer sagt, dass man in 6 Wochen bereits so groß ist, dass man ein Gehör hat, dass das ein Baby ist. Ich wünschte, einer hätte mir das gesagt, weil ich zutiefst davon überzeugt bin, dass wenn man das einer Frau sagt, dass sie dann weiß in ihrem Herzen, dass sie auf ihr Herz hören sollte – und das Herz sagt, das Kind muss leben. So dass ich auf mein Herz nicht gehört habe ist der größte Fehler meines Lebens…“

Die Caquinte-Indianer und die Erdölgesellschaft

Mit einer Gesamtbevölkerung von ungefähr 400 Personen gehören die Caquinte-Indianer zu den kleineren Ethnien im peruanischen Amazonasgebiet. Caquinte-Indianer 2005Sie leben in einem abgelegeneren Gebiet des Urwaldes, südlich des Río Tambo und westlich des Río Urubamba, dort, wo die letzten Ausläufer der Anden ins Tiefland übergehen. Ebenso wie ihre direkten Nachbarn, die Ashaninca, Yine und Machiguenga, gehören sie zur Arawak-Sprachfamilie.

Bereits seit längerer Zeit wird im Gebiet des Nachbarstamms der Machiguenga Erdöl und Erdgas gefördert (Siehe auch die Artikel zu „Mysteriose Todesfälle bei den Machiguenga-Indianern“). Im Jahr 2005 wurden die Caquinte darüber informiert, dass ihr Gebiet im Zentrum eines neu ausgewiesenen Gebietes liegt (Lote 57), in dem nach Erdöl gesucht werden soll. Ich bekam damals noch die Anfänge mit, wie die Bevölkerung mit dieser neuen Situation konfrontiert wurde und versuchte, damit umzugehen. In meinem Buch „Begegnungen in Peru“ gehe ich kurz darauf ein:

„Bei meinem letzten Besuch, im Juni 2005 berichtete Josué, dass er im Mai als Vize-Dorfchef an einer Informationsveranstaltung in Sepahua teilnahm. Dort wurden sie darüber informiert, dass eine Erdölgesellschaft in ihrer Gegend nach Erdöl bohren wolle. Die Angelegenheit wurde von der peruanischen Regierung bereits Ende 2003 beschlossen, die Konzession im Januar 2004 vergeben. Die Caquinte erfuhren aber erst im Mai 2005 davon! Ich nahm wahr, dass die Einwohner von Tsoroja in dieser Frage in zwei Lager gespalten waren: Die Mehrheit wollte nicht, dass die Erdölgesellschaft kommt, nahm es aber etwas fatalistisch auf, nach dem Motto „da kann man ja sowieso nichts machen“. Die anderen wollten Fortschritt und Entwicklung und waren dafür. In den Gesprächen äußerten sie ihre Ängste, dass die Umwelt und damit ihre Lebensgrundlage zerstört werden. Aber auch, dass dabei die kulturelle Identität und das soziale Gleichgewicht unter ihnen gestört, bzw. zerstört werden. Da die Caquinte nur ein kleines Volk von insgesamt etwa 400 Personen sind, kann man sich vorstellen, welche Herausforderung, um nicht zu sagen Bedrohung, das Kommen der Erdölgesellschaft für diese Menschen bedeutet. Inzwischen hat sich die Angelegenheit soweit entwickelt, dass das Dorf Tsoroja der Erdölgesellschaft erlaubt hat, in ihrem Gebiet nach Erdöl zu suchen. Man darf gespannt sein, was daraus wird und ob die Sache gut geht …“ (Jürgen H. Schmidt, Begegnungen in Peru – Urwaldindianer auf dem Weg ins 21. Jahrhundert, S.87f).

Auch bei meiner vorerst letzten Reise – im Jahr 2005 – in das Caquinte-Dorf Quitepampani stellte sich die Situation ähnlich dar, wie in Tsoroja. Vergangenes Camp ÖlgesellschaftJahr hatte ich endlich wieder die Gelegenheit, nochmals das Dorf Quitepampani zu besuchen. (Siehe dazu meine Reiseberichte „Rohstoffabbau im Urwald – Herausforderungen und viele Fragen…“ sowie „Eindrücke einer Reise“. Auf dem Foto ist das Camp der Erdölgesellschaft in der Nähe des Dorfes Quitepampani zu sehen.)

Während meines einwöchigen Aufenthaltes hatte ich viele seelsorgerliche Gespräche mit Bewohnern des Dorfes. Ein Thema, das mir dabei ständig begegnete, waren der Streit und die Zwistigkeiten, die mit dem Umgang mit der Erdölgesellschaft und der Verteilung des erwarteten „Wohlstandes“ zu tun hatten. Es gab einen tiefen Riss im Dorf, der mitten durch Familien hindurch ging – mit entsprechend lautstarken Diskussionen!

Gestern veröffentlichte Servindi einen Bericht über eine kurzfristig anberaumte Versammlung der Caquinte-Organisation ODPK (die ODPK wurde 2005 aufgrund der Angelegenheit mit der Erdölgesellschaft gegründet), die am 28.April 2013 stattfand. Bei dieser Versammlung wurde der Erdölgesellschaft vorgeworfen, hinter Aktionen zu stecken, die versuchen das Volk der Caquinte zu spalten und letztlich zu zerstören. Gleichzeitig erkennen die Caquinte die Differenzen an, die innerhalb ihres Volkes in dieser Frage bestehen. Während der Versammlung wurde die Selbstverpflichtung erneuert, diese Differenzen zu überwinden, um gegen die Bedrohungen durch die Erdölgesellschaft und auch durch andere Gruppen, die das Volk spalten wollen, bestehen zu können. – Es ist Begegnungen in Peruden Caquinte wirklich zu wünschen, dass ihnen dies gelingen möge!

Weitere Infos über das Volk der Caquinte-Indianer finden Sie in meinem Buch „Begegnungen in Peru“, das sowohl als Printversion wie auch als eBook im Buchhandel erhältlich ist. – Der Junge auf dem Cover-Foto ist übrigens auch ein Caquinte… 🙂