Monatsarchiv: Dezember 2015

In Gerechtigkeit regieren – Jesus macht den Unterschied!

Der Prophet Jesaja ist der „Evangelist“ des Alten Testaments, denn sein Buch enthält mehr Prophetien über Jesus als das restliche Alte Testament zusammen. Viele Abschnitte bei Jesaja handeln vom Friedensreich des Messias, das Jesus bei seiner Wiederkunft aufrichten wird. Ja, wenn Jesus wiederkommt, dann wird endlich Frieden und Gerechtigkeit herrschen! Bei der heutigen Bibellese bin ich auf den folgenden Abschnitt gestoßen:

„Siehe, ein König wird in Gerechtigkeit regieren; und die Obersten, sie werden nach Recht herrschen.

Und jeder wird sein wie ein Bergungsort vor dem Wind und ein Schutz vor dem Wolkenbruch, wie Wasserbäche in dürrer Gegend, wie der Schatten eines gewaltigen Felsens im lechzenden Land.

Da werden die Augen der Sehenden nicht mehr verklebt sein, und die Ohren der Hörenden werden aufmerksam sein.

Und das Herz der Unbesonnenen wird auf Erkenntnis achtgeben, und die Zunge der Stammelnden wird fließend Deutliches reden.

Der Törichte wird nicht mehr edel genannt und der Schurke nicht mehr vornehm geheißen werden.

Denn ein törichter Mensch redet Törichtes. Und sein Herz bereitet Unheil, Ruchloses zu tun und Irreführendes gegen den HERRN zu reden, um die Seele des Hungrigen leer zu lassen und dem Durstigen den Trank zu verweigern.

Und die Werkzeuge des Schurken sind böse: er beschließt böse Anschläge, um die Elenden durch Lügenreden zugrunde zu richten, selbst wenn der Arme redet, was Recht ist.

Aber der Edle beschließt Edles, und auf Edlem besteht er.“                                                             (Jesaja 32,1-8)

Welch ein Kontrast zu dem, was wir in dieser gegenwärtigen gefallenen Welt erleben!

Die Advents- und Weihnachtszeit soll uns nicht nur an Jesu erstes Kommen, sondern auch an seine (jederzeit mögliche) Wiederkunft erinnern. Aber nicht nur das, sie ist auch eine persönliche Anfrage an jeden von uns: Bin ich auf sein Kommen vorbereitet? Jederzeit? Wünsche ich mir überhaupt, dass Jesus wiederkommt und SEIN Reich aufrichtet?

„Der diese Dinge bezeugt, spricht: Ja, ich komme bald. Amen; komm, Herr Jesus!“ (Offenbarung 22,20)

 

 

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Vorurteile in der interkulturellen Begegnung

coverbasics„In den bisherigen Kapiteln habe ich vor allem versucht, fachliches Wissen zu vermitteln: Fachliches Wissen über Kommunikationsprozesse und über Kulturen. Solches Fachwissen ist notwendig und wichtig, um kulturelle Unterschiede verstehen zu lernen und um begreifen zu können, warum Menschen verschiedener Kulturen die Welt anders wahrnehmen, anders denken und empfinden als wir. Ich habe dabei versucht, die Gründe für die unterschiedlichen Sichtweisen zu verdeutlichen und damit um Verständnis für andere Sichtweisen zu werben. Dieser Punkt ist mir sehr wichtig, weil in der interkulturellen Begegnung Vorurteile oft eine große Rolle spielen – bewusste wie auch unbewusste.

Wir sprachen bereits kurz über das Thema Ethnozentrismus. In der interkulturellen Begegnung gehen wir natürlicherweise zunächst einmal von uns selbst und unserer eigenen kulturellen Prägung aus und nehmen diese als Maßstab, um andere Menschen zu beurteilen. In vielen Fällen kommt hinzu, dass wir bereits vor der Begegnung mit jemandem, der einer anderen Kultur angehört, etwas über dessen Land und „die Mentalität der Leute dort“ gehört haben. Egal, ob das, was wir gehört haben positiv oder negativ ist, ob es zutrifft oder nicht, der andere ist nun kein völlig „unbeschriebenes Blatt“ mehr. Bewusst oder unbewusst fließen Erwartungen mit ein, wie der andere aufgrund seiner Kultur sein müsste. Bei diesen Vorinformationen über andere Länder, Menschen und deren Sitten spielen vor allem sogenannte Stereotypen eine Rolle. Stereotypen können einerseits eine Hilfe sein, weil sie Sachverhalte verallgemeinern und dadurch auch den Umfang an Informationen auf ein überschaubares und zu bewältigendes Maß reduzieren. Die Gefahr von Stereotypen ist aber, dass sie zu sehr verallgemeinern und dazu verleiten, Menschen in Schubladen einzusortieren, in die sie nicht gehören.“

Jürgen H. Schmidt: Basics interkultureller Kommunikation, S. 124f.

Die Advents- und Weihnachtszeit bewusst feiern

Cover - Weihnachten ohne Jesus 2 Auflage„Ich möchte Sie gleichzeitig ermutigen, die Advents- und Weihnachtszeit bewusst zu feiern. Im Neuen Testament finden wir keinerlei Hinweise darauf, dass wir diese Zeit feiern sollen. Interessant ist aber ein Blick in das Alte Testament. Dort finden wir mehrere große Feste, die das Volk Israel feiern sollte (z.B. Passah, das Laubhüttenfest, den großen Versöhnungstag). An diesen Festen sollte es sich an Gottes große Taten erinnern und die Erinnerung daran auch an die kommende Generation weitergeben. Die ersten Christen haben dieses Modell aufgenommen und bereits schon früh begonnen am ersten Tag der Woche, dem Sonntag, zusammenzukommen und der Auferstehung Jesu zu gedenken (vgl. Apostelgeschichte 20,7; 1. Korinther 16,2). Erst im zweiten Drittel des vierten Jahrhunderts begann man Weihnachten am 25. Dezember zu feiern. In den darauffolgenden Jahrhunderten ist Weihnachten dann zum Hauptfest der westlichen Kirchen geworden.

Es liegt letztlich an uns, ob wir Advent und Weihnachten zu einer Tradition ohne Inhalt verkommen lassen, oder ob wir diese Feste bewusst nutzen, um uns selbst an Gottes wundervolle Taten zu erinnern, über unsere Beziehung zu ihm nachzudenken und auch unseren Kindern von Gott weiterzusagen, damit sie IHN persönlich kennenlernen können.“

Jürgen H. Schmidt, Weihnachten ohne Jesus? – Den Grund für Weihnachten neu entdecken, S. 34f