Was uns die Geschwindigkeit der Corona-Virus-Pandemie über kommende endzeitliche Ereignisse lehren kann.

Viele von uns wurden von der schnellen Ausbreitung des Corona-Virus überrascht; aber nicht nur davon, sondern auch von der rasend schnellen Geschwindigkeit, mit der fast weltweit das öffentliche Leben stillgelegt sowie die Versammlungs- und Bewegungsfreiheit eingeschränkt wurde. Diese überraschende Geschwindigkeit oder Schnelligkeit hat mich an einige Aussagen der Bibel im Zusammenhang mit der Wiederkunft Christi und der diesem Ereignis vorausgehenden Ereignisse erinnert.

Das Buch der Offenbarung beginnt mit den Worten: „Dies ist die Offenbarung Jesu Christi, die ihm Gott gegeben hat, seinen Knechten zu zeigen, was in Kürze geschehen soll …“ In der Regel werden die griechischen Worte „genesthai en tachei“ mit „in Kürze geschehen“ übersetzt. Diese Aussage ruft natürlich Spötter auf den Plan, wie bereits schon zur Zeit der Apostel. Petrus schreibt darüber in 2. Petrus 3,3-4: „Ihr sollt vor allem wissen, dass in den letzten Tagen Spötter kommen werden, die ihren Spott treiben, ihren eigenen Begierden nachgehen und sagen: Wo bleibt die Verheißung seines Kommens? Denn nachdem die Väter entschlafen sind, bleibt es alles, wie es von Anfang der Schöpfung gewesen ist.“ Und so rechnet man rund 2.000 Jahre später umso weniger damit, dass Jesus Christus tatsächlich einmal wiederkommen wird. Man hat einerseits große Angst vor dem Klimawandel (die sicher nicht unberechtigt ist), dafür aber größtenteils die Gottesfurcht komplett verloren!

Interessant ist nun, um auf die Aussage in Offenbarung 1,1 zurückzukommen, dass das dort gebrauchte Wort „tachei“ bzw. „tachos“ / „tachous“ (Grundform) auch „Geschwindigkeit“, „Schnelligkeit“, „Eile“ bedeutet und die Wortverbindung „en tachei“ auch als „schnell“, „schleunigst“, „unverzüglich“ übersetzt werden kann. So verstanden würde der Eingangsvers der Offenbarung auf die Geschwindigkeit in der Erfüllung der endzeitlichen Ereignisse hinweisen. – Ich möchte an dieser Stelle nicht falsch verstanden werden: ich behaupte keineswegs, dass mit der schnellen Ausbreitung des Corona-Virus die Gerichte der Endzeit bereits begonnen hätten, und Jesu sichtbare Wiederkunft unmittelbar bevorstehen würde! Jesus selbst war sehr klar, dass niemand den Zeitpunkt seiner Wiederkunft kennt (Matthäus 24,36). Aber ich denke, die Schnelligkeit der Ereignisse im Zusammenhang mit der Corona-Virus-Pandemie ist eine eindrucksvolle Veranschaulichung dessen, mit welcher Geschwindigkeit die in der Bibel beschriebenen endzeitlichen Ereignisse eines Tages über diese Welt hereinbrechen werden; sie illustriert sowohl die Geschwindigkeit wie auch die globale Dimension. Und ich bin der festen Überzeugung, dass das Ganze ein Weckruf ist, um zu Gott umzukehren, IHN zu fürchten und IHM die Ehre zu geben! In Offenbarung 14,6-7 schreibt Johannes: „Und ich sah einen anderen Engel hoch oben am Himmel fliegen, der das ewige Evangelium hatte, um es denen zu verkündigen, die auf der Erde ansässig sind, und jeder Nation und jedem Stamm und jeder Sprache und jedem Volk; und er sprach mit lauter Stimme: Fürchtet Gott und gebt ihm Ehre! Denn die Stunde seines Gerichts ist gekommen. Und betet den an, der den Himmel und die Erde und Meer und Wasserquellen gemacht hat!

Seit fast 2.000 Jahren wird das Evangelium verkündigt – die gute Nachricht, dass es einen Retter gibt, dass Jesus als unser Repräsentant am Kreuz gestorben ist, um Gottes Gericht auf sich zu nehmen, damit wir begnadigt werden können. Gott ruft uns zur Umkehr auf und bietet uns Errettung an, doch wir, als Menschen, müssen auf Gottes Wort hören und umkehren!

In 2. Petrus 3 schreibt der Apostel nicht nur von Spöttern, welche die Erfüllung der Verheißung der Wiederkunft Christi infrage stellten, sondern er gibt auch eine Antwort darauf, warum Jesus bisher noch nicht wiedergekommen ist und versichert, dass dieser Tag zweifellos kommen wird: „Der Herr verzögert nicht die Verheißung, wie es einige für eine Verzögerung halten; sondern er hat Geduld mit euch und will nicht, dass jemand verloren werde, sondern dass jedermann zur Buße finde. Es wird aber des Herrn Tag kommen wie ein Dieb; dann werden die Himmel zergehen mit großem Krachen; die Elemente aber werden vor Hitze schmelzen, und die Erde und die Werke, die darauf sind, werden nicht mehr zu finden sein. Wenn nun das alles so zergehen wird, wie müsst ihr dann dastehen in heiligem Wandel und frommem Wesen, die ihr das Kommen des Tages Gottes erwartet und ihm entgegeneilt, wenn die Himmel vom Feuer zergehen und die Elemente vor Hitze zerschmelzen. Wir warten aber auf einen neuen Himmel und eine neue Erde nach seiner Verheißung, in denen Gerechtigkeit wohnt.“ (2. Petrus 3,9-13)

In seiner Endzeitrede (Matthäus 24-25) weist Jesus auf die Plötzlichkeit der kommenden Ereignisse hin und ruft wiederholt zur Wachsamkeit auf: „Wacht also! Denn ihr wisst nicht, an welchem Tag euer Herr kommt.“ (Mt 24,42) „Deshalb seid auch ihr bereit! Denn in der Stunde, in der ihr es nicht meint, kommt der Sohn des Menschen.“ (Mt 24,44) „So wacht nun! Denn ihr wisst weder den Tag noch die Stunde.“ (Mt 25,13)

Ich gehe mal davon aus, dass sich die Erde nach Ende der Corona-Virus-Pandemie weiterdrehen und irgendwann wieder Normalität einkehren wird („business as usual“). Die große Frage, die sich für mich aber stellt, ist, ob wir den Weckruf wirklich hören und umkehren (auch als Christenheit und Kirchen / Gemeinden !!!)? Die Frage ist nicht, wie lange es noch dauern wird, bis Jesus tatsächlich sichtbar wiederkommt! Wirklich relevant für uns ganz persönlich ist, ob wir jederzeit bereit sind unserem Schöpfer zu begegnen und vor IHM Rechenschaft abzulegen, ohne dass das mehr als peinlich für uns werden wird?! Wirklich bereit können wir nur dann sein, wenn wir auf die Botschaft des Evangeliums reagiert haben und Jesus Christus unser Retter und Herr geworden ist. In Amos 4,12 sprach Gott durch den Propheten im Rahmen eines Gerichtswortes Folgendes zum Volk Israel: „… mach dich bereit, deinem Gott zu begegnen …!“ Bist Du bereit?

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