Weihnachten „retten“? – Wird da nicht etwas verwechselt …?

Im Zusammenhang mit den Lockdown-Maßnahmen im November fiel immer wieder die Aussage, dadurch u.a. auch Weihnachten „retten“ zu wollen. Damit ist gemeint, das Weihnachtsfest zu retten. Wenn schon keine Weihnachtsmärkte etc. stattfinden können, dann doch wenigstens das Weihnachtsfest im Kreis der Familie. Doch selbst darüber gehen die Meinungen auseinander; ein Kolumnist hat das so kommentiert: „Wenn es ein Datum gibt, das Unfrieden bringt, dann Weihnachten. Wann im Jahr lassen sich mehr Leute scheiden als zu Weihnachten? Auch die Suizidgefahr ist besonders hoch. Wenn es der Regierung wirklich ernst damit ist, Deutschland sicherer zu machen, wie sie sagt, dann wäre ein Verzicht aufs Weihnachtsfest dringend geboten. Das stände bei mir auf der Liste ganz oben.“1

Bei (fast) allen Aussagen über die Rettung von Weihnachten fällt auf, dass dieses Fest eine lieb gewonnene Tradition ist, die man ungern aufgeben möchte, und von der man sich vielleicht sogar eine gewisse Geborgenheit erhofft, insbesondere in Zeiten wie diesen. In den letzten Jahren wurde uns von der Werbung in vielfacher Weise suggeriert, dass und wie man das „perfekte Weihnachtsfest“ feiern könne. Wie obiger Kommentar richtigerweise andeutet, sind wir von „Perfektion“ an Weihnachten oft meilenweit entfernt; die Realität holt uns da meist schneller und stärker ein, als wir wahrhaben wollen. Das bringt uns zu einem Punkt im Zusammenhang mit Weihnachten, der in den letzten Jahren immer auffälliger geworden ist, nun aber mit den Aussagen vom „Weihnachten retten“ einen grotesken Höhepunkt erreicht: Der Ursprung, Sinn und eigentliche Grund für Weihnachten wird einfach ausgeblendet und ignoriert. Jesus, das „Geburtstagskind“ und die Hauptperson der größten Geburtstagsparty des Jahres kommt einfach nicht vor! Müssen wir Weihnachten wirklich „retten“? – Oder gibt es Weihnachten nicht vielmehr deswegen, weil wir Rettung und einen Retter brauchen?! Nein, wir brauchen keinen Verzicht aufs Weihnachtsfest! Im Gegenteil, wir sollten Weihnachten sehr bewusst feiern, mit Jesus, denn nur so erschließt sich uns der tiefere Sinn dieses Festes, wenn wir wirklich unsere „Herzentür“ öffnen und Jesus hineinlassen. Das ist auch das Anliegen meines Buches „Weihnachten ohne Jesus? – Den Grund für Weihnachten neu entdecken“, das ich erstmals 2009 veröffentlicht habe (seit 2014 gibt es eine aktualisierte und erweiterte Neuauflage).

„Kann wirklich Weihnachten sein – ohne Jesus? In “Weihnachten ohne Jesus? – Den Grund für Weihnachten neu entdecken“ geht es um eine Rückbesinnung auf den Ursprung und Inhalt des Weihnachtsfests. Warum feiern wir eigentlich Weihnachten? Worum geht es dabei wirklich? Und vor allem: Wie können wir die Hauptperson, das “Geburtstagskind” mit einbeziehen? Ja, noch wichtiger, wie können wir eine persönliche Beziehung zu Jesus finden?“

Weitere Infos zum Buch (Bezugsmöglichkeiten, Leseprobe) finden Sie hier.

1https://www.focus.de/politik/deutschland/schwarzer-kanal/die-focus-kolumne-von-jan-fleischhauer-ahnungslos-durch-die-krise-der-verhaengnisvollste-fehler-in-merkels-corona-politik_id_12631609.html

Retterliebe, nicht Rechthaberei

Gestern hielt Pfarrer Ulrich Parzany im Rahmen eines Regionaltreffens des Netzwerks „Bibel und Bekenntnis“ einen Vortrag zum Thema „Retterliebe, nicht Rechthaberei“. Parzany thematisiert darin das Ringen um die Autorität der Bibel, macht deutlich, warum das wichtig ist, weist darüber hinaus aber auch darauf hin, mit welcher Haltung und Motivation dies geschehen wollte.

Der Vortrag wurde live auf Youtube übertragen und kann dort auch nachgehört werden.

Quo vadis Evangelikale Bewegung? (2)

Im Jahr 2010 veröffentlichte ich meinen ersten Blog-Artikel mit dem Titel „Quo vadis Evangelikale Bewegung?“, in dem ich auf besorgniserregende Entwicklungen hinwies. Inzwischen sind 10 Jahre vergangen und es ist einfach unfassbar, was in der Zwischenzeit geschehen ist! Hier nur ein paar Punkte, die mir ganz spontan in den Sinn kommen:

Liberales und bibelkritisches Gedankengut wird inzwischen nicht mehr verdeckt über die Hintertür eingeschleust, sondern ganz offen durch die Vordertür; einen starken Beitrag dazu leisten u.a. manche „christlich-evangelikale“ Verlage (das Hauptkriterium für Veröffentlichungen scheint nicht mehr bibeltreue bzw. Orthodoxie der Lehre zu sein, sondern dass es sich gut verkaufen lässt).

Parallel dazu lässt sich eine Einschränkung der Autorität und Gültigkeit der Heiligen Schrift beobachten, die in verschiedenen Spielarten zum Ausdruck kommt (siehe meinen Artikel: Die Lehre von der Inspiration der Bibel ist relevant für unseren Umgang mit der Schrift!). Aufgrund dieser Entwicklungen sowie irritierenden Aussagen des früheren Vorsitzenden der Deutschen Evangelischen Allianz kam es dann im Jahr 2016 zur Gründung des „Netzwerk Bibel und Bekenntnis“, das versucht „Christen in der Wahrheit (zu) einigen und (zu) stärken und dazu ermutigen, sich ganz auf Gottes Wort zu verlassen.“

Im Jahr 2018 hat die Deutsche Evangelische Allianz ihre Glaubensbasis überarbeitet und m.E. bis auf einen Punkt, der klarer herausgearbeitet wurde („Der Mensch besitzt als Ebenbild Gottes eine unverwechselbare Würde. Er ist als Mann und Frau geschaffen.“), eher an Substanz ggü. der vorhergehenden Fassung verloren.

Ein weiteres, neues Phänomen, das mich sehr irritiert, ist die Begeisterung für „Entkehrungsgeschichten“, die eine breite Aufmerksamkeit und Würdigung in evangelikalen Medien erfahren, anstatt darüber zu erschrecken.

Auch in meinem direkten Umfeld mache ich Beobachtungen und Erfahrungen, die viele Fragen aufwerfen. Ich denke da z.B. an folgende Aussage, die in einem Gottesdienst gemacht wurde: „Wir brauchen weniger Theologie und mehr Lebensfreude!“ – Das klingt nach einem konstatierten Widerspruch, da, wo m.E. kein Widerspruch besteht; so, als ob eine gute, biblische Theologie die Lebensfreude rauben würde! Es geht nicht um ein Entweder-oder, sondern um beides. Und ich würde hinzufügen: Wir brauchen dringend mehr gute, biblische Theologie!

Oder ich denke an eine Predigt zum Thema „Ihr Lieben, glaubt nicht einem jeden Geist, sondern prüft die Geister, ob sie von Gott sind; denn viele falsche Propheten sind hinausgegangen in die Welt.“ (1. Johannes 4,1), die an sich nicht schlecht war, wo der Prediger aber stark spiritualisiert und auf den Einfluss böser Geister hingewiesen hat. Im Buchladen derselben Gemeinde lagen aber mehrere „christliche Bestseller“ mit höchst zweifelhaften und teilweise auch häretischen Inhalten aus. Der erste Schritt einer praktischen Anwendung wäre es gewesen, den Gemeindebuchladen auszumisten…

Dann war da das Erlebnis in einer Gemeinde, die ich von Zeit zu Zeit besuchte. Als ich an einem Sonntag wieder hinkam, wurde ich mit dem Kommentar begrüßt, dass man den Raum nun während des Lobpreises verdunkeln würde – und mir wurden Ohropax angeboten, für den Fall, dass mir die Musik zu laut wäre… Ich war früher viel auf Rockkonzerten unterwegs und bin einiges gewöhnt, aber das hat mir doch den Stecker gezogen!

Eindrucksvoll war auch die Mitarbeit bei einer ProChrist live-Evangelisation, bei der der Prediger zwar rhetorisch brillante Vorträge gehalten hat, aber nach einer sehr langen Einleitung in sein jeweiliges Thema nur sehr wenig vom Inhalt des Evangeliums präsentiert hat, das doch „Gottes Kraft zum Heil“ ist (vgl. Röm 1,16) und klar verkündigt werden müsste!

Einen neuen Tiefpunkt hat die Entwicklung der evangelikalen Bewegung mit dem Buch „Homosexualität und christlicher Glaube: ein Beziehungsdrama“ von Dr. Martin Grabe erreicht, in dem er folgenden „Vorschlag zur Einigung“ präsentiert: „Homosexuelle Christen dürfen ebenso wie heterosexuelle Christen eine verbindliche, treue Ehe unter dem Segen Gottes und der Gemeinde eingehen und sind in der Gemeinde in jeder Hinsicht willkommen.“ Zum Inhalt des Buches verweise ich auf den lesenswerten Kommentar von Ulrich Parzany „Das Versteckspiel ist zu Ende – was kommt nun?

Ich möchte hier nur auf einen Punkt hinweisen: Gemäß 1. Mose 2,24 („Darum wird ein Mann seinen Vater und seine Mutter verlassen und seiner Frau anhängen, und sie werden zu einem Fleisch werden.“) wurde die Ehe (noch vor dem Sündenfall!) von Gott gestiftet, und zwar als lebenslange Verbindung zwischen „Mann“ und „Frau“ (siehe auch Matthäus 19,4-5, wo Jesus diesen Vers zitiert). Während der letzten 2.000 Jahre war dies – trotz theologischer Differenzen in verschiedenen Lehrfragen – der weltweite (ökumenische) Konsens der Gemeinde Jesu. Der von Dr. Grabe präsentierte „Vorschlag zur Einigung“ (der von manchen evangelikalen Leitern bereits begrüßt wurde), ist nicht nur ein Bruch mit dem bestehenden ökumenischen Konsens (der bereits schon von verschiedenen liberal gewordenen westlichen Kirchen vollzogen wurde, was aber von der nicht-westlichen Christenheit abgelehnt wird), sondern, was noch wesentlich schwerer wiegt, ein Bruch mit der Institution Ehe, so wie sie von Gott – nicht von Menschen (!) – in seiner Schöpfungsordnung festgelegt wurde. Hier wird eine neue Definition von Ehe im Sinne von „Ehe für alle“ eingeführt. Mit diesem „Vorschlag zur Einigung“ erreicht die Diskussion innerhalb der evangelikalen Bewegung eine „neue Qualität“ auf dem Weg zur Liberalisierung (der Begriff „liberal“ wird nicht verwendet, man spricht lieber von einer „offenen Position“, das klingt besser). Doch dieser „Vorschlag zur Einigung“ ist nichts weniger, als die Aufforderung, bewusst Gottes Reden in der Heiligen Schrift zurückzuweisen und sich dem Zeitgeist anzupassen. Angesichts vieler Aussagen im Römerbrief (1,18-32; 6,1-23; 12,1-2; 16,17-19), ist mir unverständlich, wie man so etwas als „Vorschlag zur Einigung“ präsentieren kann! Am Ende des Römerbriefs macht Paulus eine klare Ansage, wie man auf so etwas reagieren soll: „Ich ermahne euch aber, Brüder, dass ihr achthabt auf die, welche entgegen der Lehre, die ihr gelernt habt, Zwistigkeiten und Ärgernisse anrichten, und wendet euch von ihnen ab!“ (Römer 16,17)

Positiv ist anzumerken, dass Ekkehart Vetter, der neue Vorsitzende der Deutschen Evangelischen Allianz, Dr. Grabe widersprochen hat. Eine gewisse Ironie der Geschichte (Stichwort „Berliner Erklärung“ / „Geist von unten“) ist m. E., dass der Vorstand des Bundes Freikirchlicher Pfingstgemeinden (BFP) den „Einigungsvorschlag“ ablehnt und damit meines Wissens als erster Gemeindeverband eine klare Position bezogen hat. Es wäre wünschenswert, dass viele nun eine klare Position beziehen, damit auch die Gläubigen und Gemeindeglieder wissen, woran sie sind und was sie von ihren Leitern in Zukunft zu erwarten haben.

Christliche Schriften zum Thema Corona

Seit Beginn der Corona-Virus-Pandemie wurden von verschiedenen christlichen Organisationen Schriften (Flyer und/oder Hefte) zur Thematik herausgegeben. Hier eine kurze Übersicht mit Links zu den Texten (jeweils dort bestellbar und auch als PDF-Download verfügbar):

Dr. Lothar Gassmann: „Hilfe bei Angst vor Coronavirus“ (Flyer) – veröffentlicht bei der Lukas Schriftenmission.

Beim Missionswerk Werner Heukelbach gibt´s den Flyer „Corona: Sind wir noch sicher?

Prof. Dr. Werner Gitt: „Was hat Corona mit GOTT zu tun?“ (Flyer) – veröffentlicht bei Bruderhand-Medien.

Manfred Röseler: „Covid-19 – Müssen wir besorgt sein?“ (Flyer) – veröffentlicht bei Bruderhand-Medien.

Manfred Röseler: „Angst vor dem Virus? Eine Perspektive der Hoffnung“ (Heft) – veröffentlicht bei Bruderhand-Medien.

John Piper: „Corona und Christus“ (Buch) – kostenloser Download als PDF, ePub und Hörbuch bei Evangelium 21.

 

eBook-Ausgabe von „Jüngerschaft mit dem Epheser-Brief“

Cover_Jüngerschaft_mit_dem_Epheser-BriefDie eBook-Ausgabe von „Jüngerschaft mit dem Epheser-Brief“ ist mit der ISBN 9783751964166 ab sofort bereits bei mehreren Anbietern im Internet  erhältlich.

Es wird innerhalb der nächsten 4 Wochen zum Promotionspreis von 3,99 EUR (incl. MwSt.) und danach zum Verkaufspreis von 4,99 EUR (incl. MwSt.) angeboten.

Für die unterschiedlichen Lesegeräte gibt es jeweils eigene Versionen:

Jüngerschaft mit dem Epheser-Brief

Ab sofort ist die Print-Ausgabe meines neusten Buches „Jüngerschaft mit dem Epheser-Brief“ über den Buchhandel (vor Ort oder im Internet) beziehbar.

Cover_Jüngerschaft_mit_dem_Epheser-BriefNachfolgend die Kurzbeschreibung: „Der Brief des Apostels Paulus an die Epheser enthält in kurzer und komprimierter Form viele wichtige Lehren, die jeder Christ kennen sollte. U.a. thematisiert er das Werk des dreieinigen Gottes bei unserer Errettung, die christliche Gemeinde, die Lebensführung des Gläubigen sowie den geistlichen Kampf. “Jüngerschaft mit dem Epheser-Brief“ ist ein Jüngerschaftskurs, der in Kleingruppen oder im Selbststudium durchgeführt werden kann. Fragen, Erklärungen und Querverweise zu anderen Bibelstellen helfen dem Leser, die Botschaft des Epheser-Briefs zu entdecken, zu verstehen und im eigenen Leben anzuwenden. Die Fragen wurden so formuliert, dass das Studium auch mit unterschiedlichen Bibelübersetzungen möglich ist.“

Die Print-Ausgabe hat 88 Seiten, kostet Euro 6,99 (inkl. MwSt.) und wird auch international im Buchhandel verfügbar sein. In manchen Online-Shops ist es bereits gelistet und bestellbar (weitere Infos dazu finden Sie auf der Seite zum Buch – die schnellste Lieferung erfolgt derzeit über den BoD Buchshop); im BoD Buchshop ist auch eine Leseprobe verfügbar.

Eine eBook-Ausgabe wird in Kürze erscheinen (für Kindle, iTunes, etc.) und für 4 Wochen zum Sonderpreis von Euro 3,99 (inkl. MwSt.) erhältlich sein; danach gilt der reguläre Verkaufspreis von Euro 4,99 (inkl. MwSt.).

Was uns die Geschwindigkeit der Corona-Virus-Pandemie über kommende endzeitliche Ereignisse lehren kann.

Viele von uns wurden von der schnellen Ausbreitung des Corona-Virus überrascht; aber nicht nur davon, sondern auch von der rasend schnellen Geschwindigkeit, mit der fast weltweit das öffentliche Leben stillgelegt sowie die Versammlungs- und Bewegungsfreiheit eingeschränkt wurde. Diese überraschende Geschwindigkeit oder Schnelligkeit hat mich an einige Aussagen der Bibel im Zusammenhang mit der Wiederkunft Christi und der diesem Ereignis vorausgehenden Ereignisse erinnert.

Das Buch der Offenbarung beginnt mit den Worten: „Dies ist die Offenbarung Jesu Christi, die ihm Gott gegeben hat, seinen Knechten zu zeigen, was in Kürze geschehen soll …“ In der Regel werden die griechischen Worte „genesthai en tachei“ mit „in Kürze geschehen“ übersetzt. Diese Aussage ruft natürlich Spötter auf den Plan, wie bereits schon zur Zeit der Apostel. Petrus schreibt darüber in 2. Petrus 3,3-4: „Ihr sollt vor allem wissen, dass in den letzten Tagen Spötter kommen werden, die ihren Spott treiben, ihren eigenen Begierden nachgehen und sagen: Wo bleibt die Verheißung seines Kommens? Denn nachdem die Väter entschlafen sind, bleibt es alles, wie es von Anfang der Schöpfung gewesen ist.“ Und so rechnet man rund 2.000 Jahre später umso weniger damit, dass Jesus Christus tatsächlich einmal wiederkommen wird. Man hat einerseits große Angst vor dem Klimawandel (die sicher nicht unberechtigt ist), dafür aber größtenteils die Gottesfurcht komplett verloren!

Interessant ist nun, um auf die Aussage in Offenbarung 1,1 zurückzukommen, dass das dort gebrauchte Wort „tachei“ bzw. „tachos“ / „tachous“ (Grundform) auch „Geschwindigkeit“, „Schnelligkeit“, „Eile“ bedeutet und die Wortverbindung „en tachei“ auch als „schnell“, „schleunigst“, „unverzüglich“ übersetzt werden kann. So verstanden würde der Eingangsvers der Offenbarung auf die Geschwindigkeit in der Erfüllung der endzeitlichen Ereignisse hinweisen. – Ich möchte an dieser Stelle nicht falsch verstanden werden: ich behaupte keineswegs, dass mit der schnellen Ausbreitung des Corona-Virus die Gerichte der Endzeit bereits begonnen hätten, und Jesu sichtbare Wiederkunft unmittelbar bevorstehen würde! Jesus selbst war sehr klar, dass niemand den Zeitpunkt seiner Wiederkunft kennt (Matthäus 24,36). Aber ich denke, die Schnelligkeit der Ereignisse im Zusammenhang mit der Corona-Virus-Pandemie ist eine eindrucksvolle Veranschaulichung dessen, mit welcher Geschwindigkeit die in der Bibel beschriebenen endzeitlichen Ereignisse eines Tages über diese Welt hereinbrechen werden; sie illustriert sowohl die Geschwindigkeit wie auch die globale Dimension. Und ich bin der festen Überzeugung, dass das Ganze ein Weckruf ist, um zu Gott umzukehren, IHN zu fürchten und IHM die Ehre zu geben! In Offenbarung 14,6-7 schreibt Johannes: „Und ich sah einen anderen Engel hoch oben am Himmel fliegen, der das ewige Evangelium hatte, um es denen zu verkündigen, die auf der Erde ansässig sind, und jeder Nation und jedem Stamm und jeder Sprache und jedem Volk; und er sprach mit lauter Stimme: Fürchtet Gott und gebt ihm Ehre! Denn die Stunde seines Gerichts ist gekommen. Und betet den an, der den Himmel und die Erde und Meer und Wasserquellen gemacht hat!

Seit fast 2.000 Jahren wird das Evangelium verkündigt – die gute Nachricht, dass es einen Retter gibt, dass Jesus als unser Repräsentant am Kreuz gestorben ist, um Gottes Gericht auf sich zu nehmen, damit wir begnadigt werden können. Gott ruft uns zur Umkehr auf und bietet uns Errettung an, doch wir, als Menschen, müssen auf Gottes Wort hören und umkehren!

In 2. Petrus 3 schreibt der Apostel nicht nur von Spöttern, welche die Erfüllung der Verheißung der Wiederkunft Christi infrage stellten, sondern er gibt auch eine Antwort darauf, warum Jesus bisher noch nicht wiedergekommen ist und versichert, dass dieser Tag zweifellos kommen wird: „Der Herr verzögert nicht die Verheißung, wie es einige für eine Verzögerung halten; sondern er hat Geduld mit euch und will nicht, dass jemand verloren werde, sondern dass jedermann zur Buße finde. Es wird aber des Herrn Tag kommen wie ein Dieb; dann werden die Himmel zergehen mit großem Krachen; die Elemente aber werden vor Hitze schmelzen, und die Erde und die Werke, die darauf sind, werden nicht mehr zu finden sein. Wenn nun das alles so zergehen wird, wie müsst ihr dann dastehen in heiligem Wandel und frommem Wesen, die ihr das Kommen des Tages Gottes erwartet und ihm entgegeneilt, wenn die Himmel vom Feuer zergehen und die Elemente vor Hitze zerschmelzen. Wir warten aber auf einen neuen Himmel und eine neue Erde nach seiner Verheißung, in denen Gerechtigkeit wohnt.“ (2. Petrus 3,9-13)

In seiner Endzeitrede (Matthäus 24-25) weist Jesus auf die Plötzlichkeit der kommenden Ereignisse hin und ruft wiederholt zur Wachsamkeit auf: „Wacht also! Denn ihr wisst nicht, an welchem Tag euer Herr kommt.“ (Mt 24,42) „Deshalb seid auch ihr bereit! Denn in der Stunde, in der ihr es nicht meint, kommt der Sohn des Menschen.“ (Mt 24,44) „So wacht nun! Denn ihr wisst weder den Tag noch die Stunde.“ (Mt 25,13)

Ich gehe mal davon aus, dass sich die Erde nach Ende der Corona-Virus-Pandemie weiterdrehen und irgendwann wieder Normalität einkehren wird („business as usual“). Die große Frage, die sich für mich aber stellt, ist, ob wir den Weckruf wirklich hören und umkehren (auch als Christenheit und Kirchen / Gemeinden !!!)? Die Frage ist nicht, wie lange es noch dauern wird, bis Jesus tatsächlich sichtbar wiederkommt! Wirklich relevant für uns ganz persönlich ist, ob wir jederzeit bereit sind unserem Schöpfer zu begegnen und vor IHM Rechenschaft abzulegen, ohne dass das mehr als peinlich für uns werden wird?! Wirklich bereit können wir nur dann sein, wenn wir auf die Botschaft des Evangeliums reagiert haben und Jesus Christus unser Retter und Herr geworden ist. In Amos 4,12 sprach Gott durch den Propheten im Rahmen eines Gerichtswortes Folgendes zum Volk Israel: „… mach dich bereit, deinem Gott zu begegnen …!“ Bist Du bereit?

Neuerscheinung: Ist die Bibel Gottes Wort? – Gründe für die Glaub- und Vertrauenswürdigkeit der Heiligen Schrift

Mein neustes Buch zum Thema “Ist die Bibel Gottes Wort? – Gründe für die Glaub- und Vertrauenswürdigkeit der Heiligen Schrift“ wurde gestern veröffentlicht und kann ab sofort über den Buchhandel (vor Ort oder im Internet) bezogen werden. Hier die Kurzbeschreibung (Klappentext): „Über 1.700 Jahre bestand in den christlichen Kirchen – trotz aller Unterschiede – Einigkeit darüber, dass die Bibel Gottes Wort ist. Während der letzten 250 Jahre wurde diese Auffassung immer mehr in Zweifel gezogen. Trotz aller vorgebrachten Einwände gibt es gute Gründe dafür, weiterhin an der Glaub- und Vertrauenswürdigkeit der Heiligen Schrift festzuhalten – und daran, dass sie wirklich Gottes Wort ist.“

Das Buch gibt bewusst eine kurze und komprimierte Einführung in die Thematik – mit entsprechenden Literaturhinweisen für Leser/innen, die sich intensiver damit beschäftigen möchten.

Die Print-Ausgabe hat 60 Seiten, kostet Euro 3,99 (inkl. MwSt.) und wird international im Buchhandel verfügbar sein. In manchen Online-Shops ist es bereits gelistet (weitere Infos dazu finden Sie auf der Seite zum Buch); im BoD Buchshop ist auch eine Leseprobe verfügbar.

Eine eBook-Ausgabe wird in Kürze erscheinen (für Kindle, iTunes, etc.) und für 4 Wochen zum Sonderpreis von Euro 1,99 (inkl. MwSt.) erhältlich sein; danach gilt der reguläre Verkaufspreis von Euro 2,99 (inkl. MwSt.).

Eindrücke von meiner Peru-Reise 2019

Kürzlich bin ich von meiner 15. Peru-Reise seit 2007 zurückgekehrt. Wie immer war die Reise sehr intensiv, mit vielen Begegnungen, Gesprächen und Eindrücken, die verarbeitet werden wollen. Während ich in den Vorjahren jeweils alleine unterwegs war, waren wir diesmal – zumindest während eines Teils der Reise – als kleine Gruppe, bestehend aus zwei Ehepaaren unterwegs. Für mich persönlich war das eine neue aber auch eine sehr gute Erfahrung, da wir als Gruppe sehr gut harmoniert haben. Da das befreundete Ehepaar nicht nur mit dabei war, um meinen Dienst in Peru (siehe meinen kurzen Bericht auf der Internetseite des Timotheus-Dienst) kennenzulernen, sondern auch um Urlaub zu machen, bekam die Reise eine touristische Note, die sie so nicht gehabt hätte, wäre ich wieder alleine unterwegs gewesen. Der Vorteil war, dass ich auf diese Weise auch neue Dinge bzw. OrtMiraflorese in Peru kennengelernt habe, die ich so nicht auf dem Schirm gehabt hätte.

So waren wir in Lima, im Stadtteil Miraflores, auf der Promenade (Malecón) der Steilküste unterwegs – ausgehend vom Einkaufszentrum “Larcomar“ bis zum Leuchtturm im “Parque Antonio Raimondi“. Dort in Miraflores gibt es übrigens auch einen Verleih von E-Scootern; das Ganze läuft über eine Handy-App, über die eScooterman wohl bucht und bezahlt.

In Lima wollten wir außerdem ins “Museo Nacional de Arqueología Antropología e Historia del Perú“ in Pueblo Libre, das ich im Januar besucht hatte. Leider war dieses wegen Reparaturarbeiten geschlossen. So beschlossen wir kurzfristig stattdessen das “Museo Arqueológico Rafael Larco Herrera“, ebenfalls in Pueblo Libre, zu besuchen, das eine gute Wahl und Alternative bot, auch wenn der Eintritt wesentlich teurer war, da es sich um ein Privat-Museum handelt.

In Lima haben wir diesmal vor allem Taxi-Apps benutzt; ist insgesamt sicherer, als ein Taxi von der Straße zu nehmen, und die Erfahrungen damit würde ich rundweg als positiv bewerten. Mit den Taxifahrern gab es immer wieder gute Gespräche, auch über geistliche Themen. Über Religion zu sprechen ist in Peru weder Privatsache noch peinlich.

Las Pampas

Las Pampas

Von Lima aus ging die Reise weiter nach Huánuco. Da der Bibelkurs erst am Freitag begann, hatte ich noch zwei Tage für Besuche bzw. Sightseeing. Am ersten Tag verbanden wir beides miteinander, um meinen Freund und Kollegen Guillermo und seine Familie in Las Pampas zu besuchen. Nach dem Mittagessen machten wir dann gemeinsam einen Ausflug nach Tomayquichua, um das Haus der Perricholi (“casa de la Perricholi“) zu besichtigen. Micaela Villegas Hurtado de Mendoza (1748-1819), bekannt als “La Perricholi“, war die Geliebte des spanischen Vizekönigs; ihr gemeinsamer Sohn Manuel de Amat y Villegas war einer der Unterzeichner der peruanischen Unabhängigkeitserklärung vom 28. Juli 1821.

Kotosh

Kotosh

Tags darauf besuchten wir die archäologische Stätte von Kotosh, die insbesondere durch die Tempelanlage der “gekreuzten Hände“ bekannt geworden ist. Kotosh ist nur ca. 5 km von Huánuco entfernt; mit dem Taxi kommt man gut hin, es ist allerdings schwieriger ein Taxi (für 4 Personen) zurück zu bekommen. Kotosh2Also blieb uns nichts anderes übrig als zwei Moto-Taxis (mit etwas Blech drum herum) für die Rückfahrt zu nehmen. Ist ein Erlebnis, aber vom Standpunkt der Verkehrssicherheit aus betrachtet nicht unbedingt die beste Wahl …

Der Unterricht des Bibelkurses sollte eigentlich von Freitag bis Sonntag stattfinden; da aber gerade die “Copa América“ stattfand und die peruanische Fußballmannschaft es ins Endspiel gegen Brasilien geschafft hatte, wurde ich (zunächst unter einem Vorwand) gebeten, die für Sonntag-Nachmittag geplanten Unterrichtsstunden auf den Samstag-Abend vorzuverlegen. So hatten wir dann am Samstag von 8:00h bis 22:00h Unterricht (mit etwa 4 Stunden Pausen). Ja, was bringt man nicht alles für Opfer, damit andere Fußball schauen können … ;-).

Hafen Pucallpa

Pucallpa – Hafen

Die nächste Station unserer Reise war Pucallpa (Urwald). Dort in der Nähe ist das Zentrum von FAIENAP, dem Dachverband evangelischer Indianerkirchen, den ich seit 2001 beratend begleite. Da die Vorstandssitzungen erst am nächsten Tag beginnen sollten, nutzten wir die Zeit zu einem Ausflug in die Stadt und besichtigten Hafen, Fußgängerzone, Plaza de Armas sowie einen der Märkte. Die Vorstandssitzung begann dann erst am übernächsten Tag (die Arbeit mit FAIENAP erfordert eine gewisse Flexibilität … ).

Liedbeitrag Urarina

Liedbeitrag Urarina

Während die anderen das Shipibo-Dorf “Santa Teresita“ besuchten hatte ich in Ruhe Zeit ein Thema für die FAIENAP-Konferenz vorzubereiten. Wichtige Punkte auf der Tagesordnung bei FAIENAP waren die Vorstandswahlen sowie die Aufnahme eines neuen Kirchenverbandes von Awajún-Gemeinden. Erstmals waren zwei Ehepaare aus Urarina-Gemeinden gekommen, um FAIENAP kennenzulernen. Durch einen Liedbeitrag in ihrer Sprache trugen sie zur Bereicherung eines der Abendgottesdienste während der Konferenzwoche bei.

Tocache-Express

Unterwegs nach Tocache

Nach der Konferenz flogen meine Frau und ich zurück nach Lima, um uns nochmals mit dem anderen Ehepaar zu treffen, das zwischenzeitlich die Region von Cuzco und Puno bereist hatte und am nächsten Tag die Heimreise antrat. Während meine Frau vor ihrem Rückflug nach Deutschland noch eine Woche bei ihrer Freundin in Lima verbrachte, brach ich zu meiner dritten Reise nach Tayabamba auf. Mit dem Nachtbus ging es wieder nach Huánuco, wo ich mich morgens mit Guillermo traf. Mit zwei Sammeltaxis des “Tochache-Express“ ging es zunächst nach Tingo Maria und von dort nach Tocache. Da die Straßen dorthin sehr gut ausgebaut sind beträgt die Reisezeit nur ca. 6 Stunden. Von Tocache aus reisten wir dann mit dem Gländewagen eines Bekannten von Guillermo nach Tayabamba.

Tayabamba2019

Tayabamba

Die ursprüngliche Route führt über Uchiza und dauert ca. 10 Stunden; seit letztem Jahr gibt es aber auch eine Route über San Marcos, die nur noch 5 Stunden dauert. Der erste Teil der Strecke ist noch (eineinhalbspurig) geteert; danach ungeteerte Piste und danach abenteuerlich (durch Erdrutsche etc.- wir mussten warten, bis der Bagger auf dem abgerutschten Stück wieder einen passierbaren Weg gebahnt hatte). Gott sei Dank (!) kamen wir dann kurz vor Mitternacht wohlbehalten in Tayabamba an.

Bis zum Beginn des Bibelkurses hatte ich sogar zwei Tage Zeit zum akklimatisieren (Tayabamba liegt auf 3.200 m Höhe; Allauca, wo der Unterricht stattfand auf etwa 3.400 m Höhe). Als wir uns am nächsten Morgen zum Frühstück auf den Weg machten, habe ich nicht daran gedacht, auf welcher Höhe wir sind, und ich bin wie gewohnt zügig den Berg hinauf gegangen. Doch ich habe sehr schnell gemerkt, dass die Luft dünn ist; musste mich an eine Straßenlaterne anlehnen und einfach nur atmen …

Bäckerei1Zu meiner Freude hatte Nery, die zur Alianza-Gemeinde in Tayabamba gehört, eine Bäckerei eröffnet. Die Backstube mit Verkauf und einen kleinen Cafe ist weiter oben, am Ortsende; eine weitere Filiale mit Cafe ist direkt an der Plaza da Armas. Wir waren täglich Stammkunden; morgens zum Frühstück und am Nachmittag, um die verschiedenen Kuchen- und Gebäcksorten durchzuprobieren. Eine „torta Selva Negra“ (Schwarzwälder KBäckerei2irchtorte) habe ich allerdings nicht probiert; das führt in Peru nur zu Enttäuschungen; dafür gab es aber richtig guten Filterkaffee (!) – und nicht nur den in Peru weit verbreiteten Pulver-Kaffee. Nery´s Bäckerei heißt “Maná“ (wie das Mana in der Wünste) und in der Hauptfiliale steht auch eine große Tafel mit Bibelversen, wo u.a. darauf hingewiesen wird, dass Jesus “das Brot des Lebens“ ist.

IAcYM-Tayabamba

Neues Gemeindehaus der Alianza-Gemeinde

Während unseres Aufenthalts trafen wir verschiedene Leute aus der Gemeinde, u.a. auch eine ältere Frau, die ich schon von meinem ersten Besuch her kannte, sowie ihre 102-jährige Nachbarin. Die beiden saßen zusammen vor dem Haus, um sich in der Sonne etwas zu wärmen. Wir kamen ins Gespräch und wurden gebeten für die Nachbarin zu beten, was wir dann auch gleich an Ort und Stelle taten. Nach dem Bibelkurs hatte ich am Sonntag noch einen Predigtdienst in derGodi Tayabamba Gemeinde in Tayabamba. Das neue Gemeindehaus (zumindest der Gottesdienstraum) war inzwischen fertiggestellt. Während viele Gemeinden in Peru inzwischen große Musikteams haben, gab es dort keines, bzw. es war kein Instrumentalist anwesend; war aber gar kein Problem, denn eine ältere Frau leitete die Gemeinde “a cappella“ im Gesang an und der Gemeindegesang klang richtig gut und harmonisch.

Nach dem Gottesdienst ging´s dann mit dem “Picaflor“ weiter nach Trujillo. Guillermo wollte mich eigentlich begleiten, musste mich aber Picaflorwegen einer Fischvergiftung unterwegs verlassen (noch zwei weitere Teilnehmer des Bibelkurses hatten dieselben Probleme), da er die 14-stündige Fahrt nicht überstanden hätte. Obwohl die Fahrtroute diesmal etwas länger war – aufgrund vieler Überfälle wird eine Abkürzung nach Trujillo gemieden und man geht zunächst bei Chimbote auf die Panamericana – ging es diesmal etwas schneller und so war ich morgens um kurz nach 3 Uhr in Trujillo. Die Abholung mit dem Taxi klappte ebenfalls problemlos und so war ich kurz danach im Gästehaus von “Amor en Acción“, wo ich erst mal richtig ausschlafen konnte. Neben Planungen eines möglichen Bibelkurses im kommenden Jahr

Trujillo

Trujillo – Plaza de Armas

nutzte ich die Zeit in Trujillo zu einem Besuch im archäologischen Museum (“Museo de Arqueología UNT“) und zum Bummeln bei der Plaza de Armas. In den letzen 2 bis 3 Jahren sind viele Flüchtlinge aus Venezuela nach Peru gekommen – mit ihrer Armut und Not und daraus resultierenden Begleiterscheinungen. Man sieht viele von ihnen in Lima, manche Arbeiten in Restaurants, als Wächter, als Kleinkünstler oder Verkäufer auf der Straße etc. In der Innenstadt von Trujillo ist die Armut und Not dieser Flüchtlinge – an fast jeder Straßenecke – besonders sichtbar.

Von Trujillo ging es dann mit dem Nachtbus von “Cruz del Sur“ zurück nach Lima. Im Vergleich zum eher rustikalen “Picaflor“ war dieser Bus sehr luxuriös: 160° neigbarer gut gepolsterter Sitz, extra Kissen und Decke, Snack und Getränk zum Abendessen, Flachbildschirm (wie im Flugzeug). War dankbar, dass ich auf dieser Fahrt relativ gut schlafen konnte. Und ich bin sehr dankbar für die ganze Reise, alle Erlebnisse und alle Bewahrung. Viermal die Anden überquert (3x auf dem Landweg, 1x im Flugzeug), vier Nächte im Bus verbracht, fünf Hauptstationen besucht und in acht verschiedenen Betten geschlafen etc. etc. etc. – es gäbe noch vieles zu erzählen …

Spanische Ausgabe von “Hilfreiche Prinzipien der Bibelauslegung“

cover - interpretacion biblicaIn Kürze wird unter dem Titel “El ABC de la Interpretación Bíblica“ eine spanische Ausgabe meines Buches “Hilfreiche Prinzipien der Bibelauslegung“ erscheinen. Nach “Basics interkultureller Kommunikation“ ist dies nun das zweite Buch, das in zwei Sprachen erhältlich sein wird.

Die Anregung zur Übersetzung kam von meinem peruanischen Kollegen Guillermo, der mich auch tatkräftig bei den Korrekturen unterstützt und ein Vorwort für die spanische Ausgabe geschrieben hat. Lucia, eine junge Kolumbianerin, die es beruflich in den Schwarzwald verschlagen hat, hat freundlicherweise die Zweitkorrektur übernommen.

So eine Buch-Übersetzung ist immer ein spannendes Projekt: Nicht immer ist es möglich wortwörtlich zu übersetzen, Redewendungen und Begriffe werden nicht in allen spanischsprachigen Ländern gebraucht und verstanden, Literaturempfehlungen müssen angepasst werden, da nicht alle vorgeschlagenen Bücher in Spanisch verfügbar sind, usw. Es ist zwar nicht ganz einfach, bietet aber gewisse Vorteile, wenn man als Autor die Übersetzungsarbeit selbst macht. Die Arbeit daran weitet den eigenen Horizont; außerdem hat man mehr Freiheit, notwendige Anpassungen und ggf. auch Ergänzungen vorzunehmen.

Ebenso wie meine bisherigen Buchveröffentlichungen, wird auch “El ABC de la Interpretación Bíblica“ bei BoD (Books on Demand) erscheinen und im internationalen Vertrieb erhältlich sein (u.a. über Amazon). Zusätzlich zur Printausgabe wird es auch eine eBook-Ausgabe für alle gängigen Reader (Kindle, iTunes, ePub, GooglePlay) geben.

Weitere Informationen dazu findet Ihr auf meiner Autorenseite: www.jürgenschmidt.net