Jesus in my life

„Der ist kein Tor, der hingibt, was er nicht behalten kann,
auf dass er gewinne, was er nicht verlieren kann.“
(Jim Elliot)

„Wenn Jesus Christus Gott ist und für mich starb,
kann mir für ihn kein Opfer zu groß sein.“
(Charles T. Studd)

Wie man beim Lesen meiner Seite recht schnell merkt, geht´s hier oft um Jesus, Glaube und Mission etc. Hab´ ´ne Weile überlegt, welchen Titel ich dieser Rubrik geben soll. Der heute oft verwendete Begriff „Spiritualität“ ging mir auch im Kopf herum, war mir aber nicht so sympathisch – klingt zu sehr nach Eintopf in den man alle möglichen Zutaten werfen kann.

Hab mich dann für „Jesus in my life“ entschieden. Darum geht´s im Kern der Sache – um Jesus Christus.

Kurz dazu (okay, der Artikel ist etwas länger… :-)), warum Jesus so eine wichtige Rolle in meinem Leben spielt:

Eigentlich bin ich gar nicht besonders fromm aufgewachsen, halt eben so durchschnittlich kirchlich, wie die Meisten eben. Aber als ich etwa 13 Jahre alt war, fand in der Schramberg, wo ich zur Schule ging eine „Zeltevangelisation“ mit dem Evangelisten Friedhold Vogel statt. Friedhold Vogel  und einige seiner Mitarbeiter aus dem Evangelisationsteam kamen auch zu uns in die Schule in den Religionsunterricht. Sie erzählten, wie sie mit Jesus leben und seine Hilfe im Alltag erfahren. Das war für mich etwas völlig Neues. Ich zweifelte zwar nie an Gottes Existenz, aber für mich war er ziemlich weit weg und hatte so gut wie nichts mit meinem Leben zu tun.
Bei dieser Evangelisation begann einer meiner Onkel ein bewußtes Leben mit Jesus Christus. Sein Leben änderte sich schlagartig von einem Tag auf den anderen, was ziemlichen Wirbel in unsere Familie brachte.
Dadurch blieb das Thema für mich auch aktuell und mir wurde bewußt, dass Christsein mehr bedeutet als gelegentlich in die Kirche zu gehen…
Allerdings wollte ich zuerst mal mein Leben genießen, die Sache mit Gott hat ja auch noch Zeit bis ich etwas älter bin – dachte ich zumindest.
Nach dem Schulabschluß begann ich eine Banklehre in die ich mich voll rein gab und mich danach auch in die Karriere hinein stürzte. Aber irgend etwas fehlte mir und in mir blieb eine Leere…

Im September ´87 war ich emotional und gesundheitlich ziemlich am Boden. In jenen Tagen begann ich wieder einmal die Radioprogramme des Evangeliumsrundfunks (ERF) zu hören, die ich als Jugendlicher gelegentlich eingeschaltet hatte. Durch eine der Predigten, die ich damals hörte wurde mir klar, dass nur Jesus mir ein sinnvolles und erfülltes Leben geben kann. Gott lies mich – fast wie in einem Film – auf mein bisheriges Leben blicken und ich merkte, dass ich in vielem versagt und vor ihm schuldig geworden bin. Ich wußte, dass Jesus will, dass ich ihm die Herrschaft über mein Leben gebe und ihm nachfolgen soll. Aber durch das bisschen, was ich bis dahin in der Bibel gelesen hatte wußte ich auch, dass Gottes Maßstäbe hoch sind und ich nicht aus eigener Kraft in der Lage bin, sie zu erfüllen. So sagte ich zu Jesus: „Ich kann nicht für mich garantieren, ob ich es schaffe, Dir nachzufolgen. Aber wenn Du es willst, so bin ich bereit dazu.“
Ab diesem Moment begann eine persönliche Beziehung mit Jesus Christus und mein Leben begann sich zu verändern. – Und zwar gewaltig!

Heute schaue ich staunend auf das zurück, was Gott in meinem Leben getan hat und kann es manchmal kaum fassen. Gott hat alle meine Vorstellungen, was er – nach meiner Meinung – mit meinem Leben anfangen könnte, gesprengt. Das bedeutet nicht, dass es immer wie ein fröhlicher Spaziergang war. Denn mit Jesus zu leben hat seine Konsequenzen, gerade auch im Alltag. So konnte ich z.B. die Entwicklung in der Verkaufsstrategie der Bank, bei der ich arbeitete, nicht mit meinem Gewissen vereinbaren. Ich suchte das Gespräch mit meinem Arbeitgeber um in eine andere Abteilung zu wechseln. Nach mehreren Gesprächen wurde mir dann gesagt, dass man meine Ideale zwar bewundere, aber sich unsere Wege besser trennen sollten…

Zunächst war ich doch ziemlich schockiert, aber ich begann Gott zu fragen, was er mit meinem Leben wohl vorhaben mag. Mein Weg führte zunächst zu einer 5-monatigen Jüngerschaftsschule. Danach begann ich ein zweijähriges Praktikum in der Kirchengemeinde. In dieser Zeit wurde mir klar, dass ich eine theologische Ausbildung an einer Bibelschule beginnen soll.
Eigentlich hatte ich vor nach dieser Bibelschulausbildung in Deutschland zu arbeiten, aber Gott führte uns als Familie in die Mission, einen Schritt, den ich früher nie für möglich gehalten hätte. Doch bis wir diesen Schritt tun konnten kamen so allerhand Fragen und Ängste in uns auf. Dabei wurde uns auch deutlich, dass die so vermeintliche Sicherheit in Deutschland auch sehr relativ ist und dass es das Beste für unser Leben ist, an dem Platz zu sein, den Gott für uns vorgesehen hat. Wir haben es bisher nicht bereut, im Gegenteil, unser Leben ist dadurch noch reicher und erfüllter geworden.

Seit 2006 leben wir nun wieder in Deutschland. Der Weg mit Gott ist weiterhin spannend. Im Jahr 2009 gründeten wir zusammen mit lieben Menschen aus unserem Freundeskreis den „Timtheus-Dienst e.V.“. Unter diesem neuen Dach arbeiten wir nun sowohl in Deutschland als auch in Peru.

Aus dem, was ich hier beschrieben habe, merkt Ihr, warum mir Jesus so wichtig geworden ist. Ich bin davon überzeugt, daß wir ein sinnvolles und erfülltes Leben nur Leben können, wenn wir Jesus von ganzem Herzen nachfolgen. Das heißt nicht, daß nun jeder Prediger oder Missionar werden soll. Viele meiner Freunde üben einen „ganz normalen“ Beruf aus und leben in ihrem beruflichen und privaten Alltag bewußt mit Jesus. – Und ihr Leben weist einen bedeutenden Unterschied auf. Wetten dass…?!

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