Mission – auch heute noch?!

Das Thema “Mission“ bzw. “missionieren“ ist heutzutage sehr umstritten. Es scheint irgendwie nicht in das (post)moderne Weltbild hineinzupassen. Mancher mag einwenden: „Mission, warum sollte man heute so etwas noch tun? – Wir sind doch nicht mehr im Mittelalter!“ Für Christen, die Jesus und die Bibel ernst nehmen, ist die Antwort dagegen recht einfach: Gott will Mission! – Jesus selbst hat das recht deutlich gesagt (ohne den Begriff „Mission“, der eigentlich „Sendung“ bedeutet, zu verwenden):

  • „Geht nun hin und macht alle Nationen zu Jüngern, indem ihr diese tauft auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, und sie lehrt alles zu bewahren, was ich euch geboten habe.“ (Matthäus 28,19)
  • „Und er sprach zu ihnen: Geht hin in die ganze Welt und predigt das Evangelium der ganzen Schöpfung. Wer gläubig geworden und getauft worden ist, wird errettet werden; wer aber nicht gläubig geworden ist, wird verdammt werden.“ (Markus 16,15-16)
  • „Jesus sprach nun wieder zu ihnen: Friede euch! Wie der Vater mich gesandt hat, sende ich auch euch.“ (Johannes 20,21)

Aufgrund dieser Aussagen Jesu wäre es als Begründung eigentlich völlig ausreichend zu sagen “Gott will Mission!“ – Aber es gibt auch Leute, die da wesentlich skeptischer sind. Aus verschiedenen Gründen:

  • Viele verweisen auf die Kreuzzüge oder Zwangs-Christianisierung. – Richtig, leider gab es diese Dinge. – Und es war mehr als übel, was die Kirche in Gottes Namen da angerichtet hat! Aber bedeutet das, dass Mission generell etwas falsches ist, nur weil man sie früher mit einem falschen Verständnis (Glaubenszwang) und einer falschen Methode (Gewaltanwendung) betrieben hat? Das wäre doch wohl das Kind mit dem Bade ausgeschüttet…
  • Andere meinen, im Zeitalter der Toleranz wäre Mission ja überholt. Man spricht vom “Dialog der Religionen“ – Nach dem Motto: „Redet nett miteinander und versucht einander im Sinne der Patchwork-Technik zu bereichern und eine neue, universelle „Spiritualität“ zu kreieren.“  Aber Mission? „Nein, das brauchen wir nicht, wir glauben ja sowieso alle an denselben Gott!“ – Ich frage mich: Ist das wirklich so? Ein vergleichendes Studium der Weltreligionen legt ausreichende Unterschiede und Differenzen dar – auch beim Gottesbild, ganz zu schweigen von der daraus folgenden Glaubenspraxis! Die Aussage, wir würden alle an denselben Gott glauben zeugt meiner Ansicht von ziemlicher Unkenntnis der Religionen.

„Ist ja gut“, mag einer einwenden, „es gibt eben verschiedene Ansichten. Warum ist das denn so wichtig? Soll doch jeder nach seiner eigenen Fasson selig werden.“ Nun, ums selig werden geht’s tatsächlich. Mit anderen Worten: ums gerettet werden. Rettung setzt aber voraus, dass es auch ein Verlorengehen, ein Ums-Leben-Kommen gibt. So, wie beim Untergang eines Schiffes, z.B. der Titanic.

Die Geschichte der Titanic ist ja recht interessant: Man dachte ja, die Titanic sei das sicherste Schiff der Welt, das nie untergehen würde. Dementsprechend fuhr man auch munter drauf los, trotz Nebel und  Eisbergen in der Nähe. Man hatte auch nicht genug Rettungsboote dabei, wozu auch? Und als die Titanic schon beschädigt war lies man die Blaskapelle spielen um die Leute nicht zu beunruhigen. „Alles im Griff auf dem sinkenden Schiff!“ – So lautet die Devise auch heute noch. Es wird schon nichts passieren. Wer wird schon Angst haben vor der Hölle oder so (Entschuldigung, dass ich dieses Wort verwende, es ist, glaub ich, nicht mehr ganz up to date…).

Nehmen wir einfach mal an, die Bibel hat recht und sagt die Wahrheit (ich persönlich bin davon überzeugt dass sie das tut). – Die Wahrheit über Gott, über Jesus Christus, über die Situation des Menschen (den Sündenfall, seine Trennung von Gott, seine Erlösungsbedürftigkeit), über Jesu Wiederkunft und über das kommende Gericht, aber auch über die Möglichkeit einer Errettung allein durch den Glauben an Jesus Christus. Stellen wir uns vor, wir würden wirklich auf einem sinkenden Schiff, wie der Titanic, leben. Was wäre, wenn der Glaube an Jesus Christus wirklich das einzige Rettungsboot wäre, das uns aus der Katastrophe retten könnte? – Wäre es dann nicht unverantwortlich so zu tun, als ob alles in Ordnung wäre? Wäre es dann nicht unsere allererste Verantwortung und Pflicht, die Menschen auf den Weg zur  Rettung aufmerksam zu machen?

Genau das ist die Perspektive, die entschiedene Christen, die Jesus und die Bibel ernst nehmen, haben. Weil sie selbst erfahren haben, dass Jesus der Retter ist und sie liebt können sie nicht schweigen! Die Liebe setzt sie in Bewegung, um auch anderen weiterzusagen, was Jesus selbst in Johannes 3,16 gesagt hat: „Denn so hat Gott die Welt geliebt, daß er seinen eingeborenen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren gehe, sondern ewiges Leben habe.…“

Daher Mission – auch heute noch! Es geht nicht darum, den Menschen Gewalt anzutun oder sie zum Glauben zu zwingen, obwohl sie nicht wollen. Denn Gott selbst zwingt niemanden dazu, an IHN zu glauben. ER will eine echte, freiwillige, von Herzen kommende Antwort auf SEINE Liebe, die er uns durch Jesus gezeigt und bewiesen hat. Und Gott zwingt niemanden dazu mit IHM die Ewigkeit zu verbringen, der hier, während seinem irdischen Leben, nichts mit IHM zu tun haben möchte. Aber Gott will, dass die Menschen informiert werden – über die Gefahr in der sie leben – aber auch über den möglichen Ausweg. Ich finde es ist ein Menschenrecht, dass Menschen davon hören und erfahren dürfen, dass Gott sie liebt und einen Weg zu ihrer Rettung vorbereitet hat.

In Artikel 18 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte geht es um das Recht auf Religionsfreiheit:

„Jeder hat das Recht auf Gedanken-, Gewissens- und Religionsfreiheit; dieses Recht schließt die Freiheit ein, seine Religion oder seine Weltanschauung zu wechseln, sowie die Freiheit, seine Religion oder seine Weltanschauung allein oder in Gemeinschaft mit anderen, öffentlich oder privat durch Lehre, Ausübung, Gottesdienst und Kulthandlungen zu bekennen.“

Leider wird vielen Menschen dieses Recht auf Religionsfreiheit und auf den Wechsel seiner Religionszugehörigkeit verwehrt. Damit verbunden ist auch die Einschränkung oder sogar das Verbot christlicher Missionstätigkeit. Aber: Wovor hat man denn Angst?

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