Missionsarbeit 1998 – 2006 in Peru

Auf dieser Seite gibt’s einen kleinen Einblick in meine  Arbeit als Missionar während den Jahren 1998 – 2006. Diese kann man ganz grob in folgende Bereiche einteilen:

    • Bibelschule
    • Bibelkurse und Reisen in die Indianerdörfer
    • Betreuung der C a q u i n t e – Indianer
    • Beratung des Dachverbandes der Evang. Indianerkirchen

Bibelschule

Bibelschulklasse 2001

In der Nähe der Stadt Pucallpa (Peru) unterhält indicamino (ehemals: Schweizer Indianer-Mission) schon seit den 60er Jahren eine Missionsstation mit einem Ausbildungszentrum  für die Indianer des peruanischen Amazonastieflandes.
Neben der theologischen Ausbildung an der Bibelschule werden auch eine technische Ausbildung als Schreiner oder Mechaniker und eine landwirtschaftliche Ausbildung in der Vieh- und Kleintierzucht angeboten.
Wie schon gesagt, mein Haupt-Arbeitsbereich war die Bibelschule.
Das Ziel ist es, Indianer als Pastoren, Prediger und Evangelisten auszubilden, damit sie selbst in der Lage sind das Evangelium an ihre Landsleute weiterzusagen und ihre Gemeinden zu leiten.
Zweimal jährlich  wird ein jeweils 4-monatiger Bibelkurs durchgeführt.  Zu jedem dieser Bibelkurse kommen zwischen 30 und 50 Männer, meist mit ihren Ehefrauen und auch vielen Kindern – aus etwa 15 bis 20 verschiedenen ethnischen Gruppen mit eigener Sprache und Kultur. Der Unterricht findet in Spanisch statt, denn es wäre etwas schwierig in so vielen verschiedenen Sprachen zu unterrichten…
Ich war einer der Bibelschullehrer (und war zwischendurch auch mal Leiter der Bibelschule) und unterrichtete meist biblische Bücher (Markus, Apostelgeschichte, Propheten des Alten Testaments, Offenbarung, etc.)

Bibelkurse und Reisen in die Indianerdörfer

Bibelkurs bei den Quechua am Pastazafluss

Wie schon gesagt werden zweimal jährlich Bibelkurse an der Bibelschule durchgeführt. Allerdings unterrichten die Bibelschullehrer nur an einem dieser Kurse und nutzen die anderen Monate um Bibelkurse und Reisen in die Indianerdörfer durchzuführen.
Während dieser Reisen treffen sie oft ihre Schüler wieder und lernen sie in einem ganz anderen Umfeld kennen. So bekommen sie einen besseren Einblick in ihre Lebensweise, ihren Alltag und in die Probleme mit denen sie konfrontiert sind, was den Lehrern wiederum hilft, sie besser unterrichten zu können.
Die Bibelkurse in den Indianerdörfern dauern meist 2 bis 4 Wochen. Manche Indianer nehmen unglaubliche Strapazen auf sich und sind oft tagelang zu Fuß oder mit dem Kanu unterwegs um die Bibel besser kennenzulernen. Öfters nehmen 40 bis 50 Personen (plus Kinder) teil, so dass es mit dem Essen schon manchmal knapp wird und ein Tag zum Jagen oder Fischen eingelegt wird so dass man beruhigt wieder weitermachen kann…
Normalerweise werden die Bibelkurse mit einem Festgottesdienst mit vielen Ansprachen (sämtlicher verfügbarer Autoritäten – der Rekord waren einmal sieben…) und einem Festessen abgeschlossen. Danach wird dann Fußball gespielt und immer wieder gibt’s auch Damenmannschaften (die Indianerinnen scheinen sich in dieser Hinsicht schon länger emanzipiert zu haben…).

Betreuung der C a q u i n t e – Indianer

Am Bibelkurs 1999 nahmen auch zwei Schüler vom Stamm der C a q u i n t e teil. Da die  Mission fast nichts über diese ethnische Gruppe wussten, wurde ich damit beauftragt eine Besuchsreise durchzuführen und zu untersuchen, ob, und auf welche Art und Weise wir diese Gruppe unterstützen könnten. So führte ich im Januar 2000 eine erste Reise nach T s o r o j a, das Dorf, aus dem unsere Schüler kamen, durch. Es folgten weitere Einladungen von Seiten der evangelischen Kirche „Weg des Lebens“ in T s o r o j a – und weitere Besuche meinerseits.
Es war mein Ziel, die C a q u i n t e zumindest einmal jährlich zu besuchen und sie in biblischer Lehre, Gemeindebau und Seelsorge zu unterstützen.

Die C a q u i n t e sind ein recht kleiner Stamm; die Gesamtbevölkerung beträgt nur ca. 400 Personen. Aber sie sind ein eigenes Volk, mit eigener Sprache, Kultur, etc. Seit etwa 1975 ist ein Missionar der Wycliff Bibelübersetzung mit der Übersetzung des Neuen Testaments in die C a q u i n t e – Sprache beschäftigt. Inzwischen wurde die Übersetzung soweit revidiert, dass sie in gedruckt werden kann. Die Übergabe des N.T. erfolgte im Juli 2006.
Unter „Dschungelkids ->Der geheimnisvolle Traum“, oder auch direkt hier, könnt Ihr lesen, wie das Evangelium zu den C a q u i n t e  gekommen ist…

Erfreulich ist, dass seit Ende 2005 nun Mitarbeiter der Mission P i o n e e r s mit der Arbeit unter den C a q u i n t e begonnen haben. Sie werden zunächst die Sprache lernen um so effektiver Arbeiten zu können.

Beratung des Dachverbandes der Evangelischen Indianerkirchen

Jahreskonferenz von FAIENAPVon Anfang an hat indicamino (ehemals: Schweizer Indianer-Mission) darauf Wert gelegt, dass die Indianer eigenständige Gemeinden bilden die ihrer kulturellen Eigenart entsprechen und die auch von ihnen selbst geleitet werden. Viele dieser Gemeinden haben sich auf Stammesebene zu einem Kirchenverband zusammengeschlossen. Und viele dieser Kirchenverbände haben sich wiederum zu einem Dachverband der Evangelischen Indianerkirchen zusammengeschlossen, der sich FAIENAP nennt.
Indicamino arbeitet eng mit FAIENAP zusammen und gibt finanzielle Unterstützung für verschiedene Projekte. In den vergangenen Jahren war es auch eine meiner Aufgaben, die Leiter von FAIENAP in den vielfältigen Fragen die anfallen zu beraten und zu unterstützen.

       Hier gibt’s mehr Infos über FAIENAP…

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