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In Gerechtigkeit regieren – Jesus macht den Unterschied!

Der Prophet Jesaja ist der „Evangelist“ des Alten Testaments, denn sein Buch enthält mehr Prophetien über Jesus als das restliche Alte Testament zusammen. Viele Abschnitte bei Jesaja handeln vom Friedensreich des Messias, das Jesus bei seiner Wiederkunft aufrichten wird. Ja, wenn Jesus wiederkommt, dann wird endlich Frieden und Gerechtigkeit herrschen! Bei der heutigen Bibellese bin ich auf den folgenden Abschnitt gestoßen:

„Siehe, ein König wird in Gerechtigkeit regieren; und die Obersten, sie werden nach Recht herrschen.

Und jeder wird sein wie ein Bergungsort vor dem Wind und ein Schutz vor dem Wolkenbruch, wie Wasserbäche in dürrer Gegend, wie der Schatten eines gewaltigen Felsens im lechzenden Land.

Da werden die Augen der Sehenden nicht mehr verklebt sein, und die Ohren der Hörenden werden aufmerksam sein.

Und das Herz der Unbesonnenen wird auf Erkenntnis achtgeben, und die Zunge der Stammelnden wird fließend Deutliches reden.

Der Törichte wird nicht mehr edel genannt und der Schurke nicht mehr vornehm geheißen werden.

Denn ein törichter Mensch redet Törichtes. Und sein Herz bereitet Unheil, Ruchloses zu tun und Irreführendes gegen den HERRN zu reden, um die Seele des Hungrigen leer zu lassen und dem Durstigen den Trank zu verweigern.

Und die Werkzeuge des Schurken sind böse: er beschließt böse Anschläge, um die Elenden durch Lügenreden zugrunde zu richten, selbst wenn der Arme redet, was Recht ist.

Aber der Edle beschließt Edles, und auf Edlem besteht er.“                                                             (Jesaja 32,1-8)

Welch ein Kontrast zu dem, was wir in dieser gegenwärtigen gefallenen Welt erleben!

Die Advents- und Weihnachtszeit soll uns nicht nur an Jesu erstes Kommen, sondern auch an seine (jederzeit mögliche) Wiederkunft erinnern. Aber nicht nur das, sie ist auch eine persönliche Anfrage an jeden von uns: Bin ich auf sein Kommen vorbereitet? Jederzeit? Wünsche ich mir überhaupt, dass Jesus wiederkommt und SEIN Reich aufrichtet?

„Der diese Dinge bezeugt, spricht: Ja, ich komme bald. Amen; komm, Herr Jesus!“ (Offenbarung 22,20)

 

 

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Die Advents- und Weihnachtszeit bewusst feiern

Cover - Weihnachten ohne Jesus 2 Auflage„Ich möchte Sie gleichzeitig ermutigen, die Advents- und Weihnachtszeit bewusst zu feiern. Im Neuen Testament finden wir keinerlei Hinweise darauf, dass wir diese Zeit feiern sollen. Interessant ist aber ein Blick in das Alte Testament. Dort finden wir mehrere große Feste, die das Volk Israel feiern sollte (z.B. Passah, das Laubhüttenfest, den großen Versöhnungstag). An diesen Festen sollte es sich an Gottes große Taten erinnern und die Erinnerung daran auch an die kommende Generation weitergeben. Die ersten Christen haben dieses Modell aufgenommen und bereits schon früh begonnen am ersten Tag der Woche, dem Sonntag, zusammenzukommen und der Auferstehung Jesu zu gedenken (vgl. Apostelgeschichte 20,7; 1. Korinther 16,2). Erst im zweiten Drittel des vierten Jahrhunderts begann man Weihnachten am 25. Dezember zu feiern. In den darauffolgenden Jahrhunderten ist Weihnachten dann zum Hauptfest der westlichen Kirchen geworden.

Es liegt letztlich an uns, ob wir Advent und Weihnachten zu einer Tradition ohne Inhalt verkommen lassen, oder ob wir diese Feste bewusst nutzen, um uns selbst an Gottes wundervolle Taten zu erinnern, über unsere Beziehung zu ihm nachzudenken und auch unseren Kindern von Gott weiterzusagen, damit sie IHN persönlich kennenlernen können.“

Jürgen H. Schmidt, Weihnachten ohne Jesus? – Den Grund für Weihnachten neu entdecken, S. 34f

Advent

Cover - Weihnachten ohne Jesus 2 Auflage„Der Advent soll uns an das Kommen Jesu erinnern und auf das Kommen Jesu vorbereiten. Wenn wir die Bibel aufmerksam lesen, dann bemerken wir, das dieses Kommen Jesu nicht ein spontaner Einfall Gottes war, sondern dass es von langer Hand vorbereitet wurde. In der Bibel, insbesondere im Alten Testament, finden wir viele Spuren, die auf Jesu Kommen vorbereiten und es ankündigen. In diesem Kapitel werden wir einige dieser Spuren etwas verfolgen. Das Alte Testament ist durchdrungen von der Erwartung und Hoffnung auf den Messias. Je mehr ich das Alte Testament studiere, desto begeisterter und faszinierter bin ich, wie Gott sein Kommen vorbereitet und angekündigt hat. Vor allem der Prophet Jesaja bietet dabei eine riesige Fundgrube. Jesaja enthält mehr Prophetien über Jesus als das restliche Alte Testament zusammen! Daher kann Jesaja zurecht als der “Evangelist” des Alten Testaments bezeichnet werden.“

Jürgen H. Schmidt: Weihnachten ohne Jesus? – Den Grund für Weihnachten neu entdecken, S.12.

Neuauflage: “Weihnachten ohne Jesus? – Den Grund für Weihnachten neu entdecken“

Cover - Weihnachten ohne Jesus 2 AuflageKürzlich erschien die 2. aktualisierte und erweiterte Auflage von “Weihnachten ohne Jesus? – Den Grund für Weihnachten neu entdecken“. Darin geht es um eine Rückbesinnung auf den Ursprung und Inhalt des Weihnachtsfests. Warum feiern wir eigentlich Weihnachten? Worum geht es dabei wirklich? Und vor allem: Wie können wir die Hauptperson, das “Geburtstagskind” mit einbeziehen? Ja, noch wichtiger, wie können wir eine persönliche Beziehung zu Jesus finden?

Für die Neuauflage erfolgte u.a. die Aktualisierung der verwendeten Bibelübersetzung, außerdem wurde ein weiteres Kapitel (“Zweifel an Jesus?“) hinzugefügt. Der Preis für die Printausgabe liegt weiterhin bei Euro 4,80 (inkl. MWSt.); der Preis für die eBook-Ausgabe konnte von Euro 4,49 auf Euro 2,99 (inkl. MWSt.) gesenkt werden.

Jürgen H. Schmidt: Weihnachten ohne Jesus? Erschienen bei Books on Demand, Norderstedt; ISBN 978-3-8391-1721-7, 64 Seiten, Paperback, Euro 4,80 / CHF 7,50 (inkl. MWSt.).

Das Buch kann über die örtliche Buchhandlung oder das Internet bezogen werden. Weitere Infos finden Sie auf der Internetseite zum Buch.

Die größte Geburtstagsfeier des Jahres naht…

Morgen ist der 1.Adevent und heute fanden bereits die ersten Weihnachtsmärkte statt. Es geht in großen Schritten auf das größte Geburtstagsfest des Jahres zu… – ein Grund, an dieser Stelle wieder einmal auf mein Buch „Weihnachten ohne Jesus?“ hinzuweisen.

Seit einer Weile gibt es auch folgenden Flyer zum Buch, der gerne auch als Datei weitergegeben oder auch in andere Seiten eingebunden werden darf. Danke!

Flyer-Weihnachten-Mailanhang

Advent – Vorbereitung auf das Kommen Jesu

Aufgrund der noch milden Temperaturen könnte man es kaum glauben, aber es ist wahr: Die Adventszeit hat wieder begonnen! Die ersten Weihnachtsmärkte fanden bereits statt und Weihnachten nähert sich mit großen Schritten.

Um die Adventszeit und die Vorbereitung des Kommens Jesu geht es auch im 2. Kapitel meines Buches „Weihnachten ohne Jesus?“ – Hier zwei Auszüge und Gedankenanstöße daraus:

„Doch warum feiern wir eigentlich Advent? Warum kommen wir nicht gleich zur Sache?
Bedeutet Advent, dass wir jede Woche eben eine weitere Kerze am Adventskranz anzünden und uns auf diese Weise schon mal gefühlsmäßig auf Weihnachten einstimmen?
Oder ist Advent die „heilige Zeit des Einzelhandels“, die ihm die Möglichkeit bietet, nochmals einen guten Umsatz zum Abschluss des Jahres zu machen?
Advent kommt vom lateinischen „Adventus Domini“ und bedeutet „Ankunft des Herrn“. Es geht also um das Kommen Jesu. Der Advent soll uns an das Kommen Jesu erinnern und auf das Kommen Jesu vorbereiten.
Wenn wir die Bibel aufmerksam lesen, dann bemerken wir, das dieses Kommen Jesu nicht ein spontaner Einfall Gottes war, sondern dass es von langer Hand vorbereitet wurde. In der Bibel, insbesondere im Alten Testament, finden wir viele Spuren, die auf Jesu Kommen vorbereiten und es ankündigen. In diesem Kapitel werden wir einige dieser Spuren etwas verfolgen. Das Alte Testament ist durchdrungen von der Erwartung und Hoffnung auf den Messias. Je mehr ich das Alte Testament studiere, desto begeisterter und faszinierter bin ich, wie Gott sein Kommen vorbereitet und angekündigt hat. Vor allem der Prophet Jesaja bietet dabei eine riesige Fundgrube.“ Aus: Weihnachten ohne Jesus?, S.13

„Gott offenbarte den Propheten manchmal sogar kleinste Details über Jesu Kommen und dessen Leben. Der Prophet Micha kündigte bereits 700 Jahre vorher an, wo Jesus geboren werden sollte: „Und du, Bethlehem Efrata, das du klein unter den Tausendschaften von Juda bist, aus dir wird mir der hervorgehen, der Herrscher über Israel sein soll; und seine Ursprünge sind von der Urzeit, von den Tagen der Ewigkeit her“ (Micha 5,1; Rev. Elberfelder Bibel).
Sacharja kündigte mehr als 500 Jahre vorher den Einzug Jesu in Jerusalem an: „Aber du, Tochter Zion, freue dich sehr, und du, Tochter Jerusalem, jauchze! Siehe, dein König kommt zu dir, ein Gerechter und ein Helfer, arm, und reitet auf einem Esel und auf einem jungen Füllen der Eselin.“ (Sacharja 9,9; vgl. Matthäus 21,1-11).
Jesaja sagte in dem bekannten Kapitel vom „leidenden Gottesknecht“ (Jesaja 53), bereits 700 Jahre vorher Jesu Leiden und seinen stellvertretenden Tod für unsere Schuld voraus. Man könnte noch viele weitere Prophezeiungen nennen, die eben-falls bis in kleinste Details gehen und sich wortwörtlich erfüllt haben. Insbesondere Matthäus weist uns in seinem Evangelium auf solche erfüllte Prophetien hin. Die buchstäbliche Erfüllung dieser Verheißungen zeigt nicht nur, dass Jesus wirklich der Messias ist. Sie zeigt uns auch, dass die Bibel zuverlässig und ihre Botschaft glaub- und vertrauenswürdig ist!“ Aus: Weihnachten ohne Jesus?, S.25f

Die Adventszeit wäre eigentlich eine gute Gelegenheit das Leben bewusst etwas zu entschleunigen. Warum nicht abends eine Kerze am Adventskranz anzünden, die Bibel zur Hand nehmen und entdecken, wie groß Gottes Liebe zu uns ist. – So groß, dass Jesus ganz bewusst und freiwillig den Himmel verlassen hat und zu uns auf die Erde gekommen ist!

Advent und Weihnachten – ein „politisches Ereignis“?

Heutzutage verbinden viele mit Advent und Weihnachten zuallererst Dinge wie Kerzenschein, den Duft von Zimtsternen oder Glühwein – und natürlich Geschenke. Religiöse Menschen verbinden damit auch einen gewissen besinnlichen Aspekt, der je nach spiritueller Ausrichtung ganz unterschiedliche Züge trägt. Aber würden wir Advent und Weihnachten auch mit Politik in Verbindung bringen? – Eher selten. Zumindest heutzutage …„Advent“ ist ja von „Adventus Domini“ abgeleitet und bedeutet „Ankunft des Herrn“. – Das Wort „Herr“ wird in diesem Zusammenhang nicht im Sinne einer netten Anrede, sondern im Sinne von „Herrschaft“ gebraucht. Derjenige, der kommen wird, ist der HERR, der König, Gott, die oberste Instanz des Universums! Mehrere alte Advents- und Weihnachtslieder bringen diese Wahrheit zum Ausdruck:

„Dein König kommt in niedern Hüllen…“ „Freue dich Welt, dein König naht …“ „Du König der Ehren, Herrscher der Heerscharen, verschmähst nicht zu ruhen in Marien’s Schoß Gott, wahrer Gott, von Ewigkeit geboren!“ „Jesus ist kommen, der König der Ehren. Himmel und Erde, rühmt seine Gewalt!“ „Macht hoch die Tür, die Tor‘ macht weit! Es kommt der Herr der Herrlichkeit, ein König aller Königreich …“

Auch für König Herodes den Großen war die Geburt Jesu ein politisches Ereignis. Er reagierte ziemlich bestürzt auf die Nachricht der Weisen vom Morgenland (Matthäus 2,1ff), die von der Geburt des „Königs der Juden“ berichteten – und ordnete ein Massaker unter Babys und Kleinkindern in Bethlehem an. Das entsprach voll und ganz der Machtbesessenheit dieses Despoten, der nicht davor zurückschreckte, eine seiner Ehefrauen und drei seiner Söhne zu töten. Der damals regierende Kaiser Augustus bemerkte mit beißendem Witz, er wäre lieber das Schwein von Herodes als sein Sohn…

Bemerkenswert ist auch der Lobpreis der damals mit Jesus schwangeren Maria (Lukas 1,46-55), der unter dem Titel „Magnificat“ in die Geschichte eingegangen ist. Auch darin finden wir sehr „politische“ Aussagen: „Er hat Mächtige von Thronen hinabgestoßen und Niedrige erhöht. Hungrige hat er mit Gütern erfüllt und Reiche leer fortgeschickt.“ (Lukas 1,52-53). Sehr klar weist sie mit diesen Worten auf Gott hin, der die Macht hat jederzeit die Mächtigen dieser Welt zu entmachten – und andere an ihrer Stelle einzusetzen. Es gibt sogar Beispiele in der neueren Geschichte dafür:

„1. Beispiel: „Er hat Mächtige von Thronen hinabgestoßen und Niedrige erhöht.“ (Rev. Elberfelder) Ich muss dabei an zwei Lieder denken, die zu DDR-Zeiten in der damaligen DDR geschrieben und dort in den Gemeinden gesungen wurden. Das Lied: „Gott ist immer noch Gott, Gott ist immer, Gott ist Gott!“ stammt von Eberhard Laue (1980). Und in dem Lied „Wer Gott folgt, riskiert seine Träume“ von Theo Lehmann und Jörg Swoboda (1987 oder früher geschrieben) heißt es: „Die Mächtigen kommen und gehen, und auch jedes Denkmal mal fällt. Bleiben wird nur, wer auf Gottes Wort steht, dem sichersten Standpunkt der Welt! Und lehrt eure Kinder das eine, dass über Gott keiner mehr steht, dass auch der Größte klein beigeben muss, wenn Gott kommt und alles vergeht.“ – Wie recht sollten die Autoren dieser Lieder haben! Wir selbst wurden vor 20 Jahren Augenzeugen dieses dramatischen Wandels. Wer hätte gedacht, dass die Mauer jemals fallen würde? Oder denken wir an einen Lech Walesa, der vom Elektriker der Lenin-Werft zum Staatspräsidenten Polens wurde.

2. Beispiel: „Hungrige hat er mit Gütern erfüllt und Reiche leer fortgeschickt“ (Rev. Elberfelder)
Hier haben wir eine Parallele zum ersten Beispiel. Mir kam dazu Erich Honecker in den Sinn. Nach dem Zusammenbruch seines Regimes war er unerwünscht und wohnungslos geworden. Nach einem Krankenhausaufenthalt fand er für 10 Wochen Zuflucht in einem evangelischen Pfarrhaus in Lobetal.“ Aus: Weihnachten ohne Jesus?, Kapitel 4: Der Lobpreis der Maria, S. 46f.

An Erich Honecker wird die Ironie der Geschichte besonders deutlich. Steffen Reichert hat auf „der Freitag“ Honeckers Geschichte unter dem Titel „Kirchenasyl in Lobetal“ gut beschrieben.

Die meisten bringen den Advent nur mit Jesu erstem Kommen vor rund 2.000 Jahren in Verbindung. Doch der Advent soll uns auch daran erinnern, dass Jesus wiederkommen wird. Auf dieses kommende Ereignis weisen nicht nur die Schriften des Alten und Neuen Testaments hin, sondern auch das Apostolische Glaubensbekenntnis, das regelmäßig in vielen christlichen Kirchen gesprochen wird. Dort heißt es über Jesus Christus: „Er sitzt zur Rechten Gottes, des allmächtigen Vaters; von dort wird er kommen, zu richten die Lebenden und die Toten.“

Seine Wiederkunft wird auch ein höchst politisches Ereignis sein! – Glauben wir´s? Glauben und erwarten wir, dass er wiederkommen wird?

1. Advent – was hat es mit der Adventszeit eigentlich auf sich?

Es ist kaum zu glauben, doch es ist so: heute ist bereits der 1. Advent! In vielen Städten finden bereits Weihnachtsmärkte statt und die Flut der Werbesendungen im Briefkasten steigt stetig an. – Aber, was hat es mit der Adventszeit eigentlich auf sich?

„Dem Weihnachtsfest geht die Adventszeit voraus. Ja, die Adventszeit führt uns direkt auf Weihnachten zu. Doch warum feiern wir eigentlich Advent? Warum kommen wir nicht gleich zur Sache? Bedeutet Advent, dass wir jede Woche eben eine weitere Kerze am Adventskranz anzünden und uns auf diese Weise schon mal gefühlsmäßig auf Weihnachten einstimmen? Oder ist Advent die „heilige Zeit des Einzelhandels“, die ihm die Möglichkeit bietet, nochmals einen guten Umsatz zum Abschluss des Jahres zu machen? Advent kommt vom lateinischen „Adventus Domini“ und bedeutet „Ankunft des Herrn“. Es geht also um das Kommen Jesu. Der Advent soll uns an das Kommen Jesu erinnern und auf das Kommen Jesu vorbereiten. Wenn wir die Bibel aufmerksam lesen, dann bemerken wir, das dieses Kommen Jesu nicht ein spontaner Einfall Gottes war, sondern dass es von langer Hand vorbereitet wurde. In der Bibel, insbesondere im Alten Testament, finden wir viele Spuren, die auf Jesu Kommen vorbereiten und es ankündigen.“ Aus: Weihnachten ohne Jesus?, Kapitel 2: Die Vorbereitung des Kommens Jesu, S.13.

In diesem Abschnitt spreche ich vom ersten Kommen und von der Wiederkunft Jesu. In der heutigen Predigt erwähnte unser Pfarrer noch einen dritten wichtigen Aspekt: Jesus möchte auch heute in unsere Situation hinein kommen und uns persönlich begegnen. Die beginnende Adventszeit ist eine gute Gelegenheit unser Leben bewusst zu entschleunigen und uns Zeit, Raum und Ruhe zur Begegnung mit Jesus zu nehmen. Ich wünsche mir und euch, dass uns das gelingen möge!

Weihnachten ohne Jesus?

Bald ist es wieder soweit und die größte Geburtstagsparty des Jahres wird weltweit gefeiert werden. Ich freue mich darauf und feiere gerne Weihnachten! – Allerdings hab´ ich mich in den vergangenen Jahren immer mehr gefragt, welchen Platz das „Geburtstagskind“ bei „seinem“ Fest einnimmt? Denn einerseits wird das Fest immer ausgiebiger gefeiert, andererseits drängt sich mir aber der Eindruck auf, dass die Hauptperson immer weniger darin einbezogen wird. Für mich stellt sich die Frage: Weihnachten ohne Jesus? – geht das überhaupt?
Das Ganze war Grund genug – relativ kurzfristig und eigentlich unbeabsichtigt – ein neues Buch zu schreiben. Weitere Infos sind auf meinem Blog zum Buch zu finden.
Bereits seit einer Woche kann Weihnachten ohne Jesus? über den Internet-Buchhandel bestellt werden. Heute habe ich die ersten Exemplare vom Verlag erhalten. Ich bin noch ganz aus dem Häuschen, dass es schon gedruckt ist. – Ein ganz herzliches Dankeschön an meinen Verlag, Books on Demand! – Ihr werdet immer besser!

Gedanken zur Adventszeit

Habe heute das Thema für unseren Hauskreis vorbereitet. Da wir ja gerade in der Adventszeit sind, lag es nahe einen Text zu nehmen, der mit Jesu Kommen zu tun hat. Aber nicht nur in den Evangelien, auch in anderen biblischen Büchern finden wir „weihnachtliche Texte“. So auch im Galaterbrief. In Galater 4,4-5 steht: „Als aber die Zeit erfüllt war, sandte Gott seinen Sohn, geboren von einer Frau und unter das Gesetz getan, damit er die, die unter dem Gesetz waren, erlöste, damit wir die Kindschaft empfingen.“
Einmal mehr wurde mir deutlich: Gott ist ein Gott der Geschichte, der in der Geschichte handelt. Gottes Heilsplan ist eingebettet in die Weltgeschichte und entfaltet sich in dieser. So wählte Gott den bestmöglichen Zeitpunkt aus, um seinen Sohn in diese Welt hineinzusenden. Wenn wir rückblickend auf die geschichtliche Situation zur damaligen Zeit schauen, dann sehen wir, dass es keinen besseren Moment gegeben hätte, und dass die damalige Welt auf das Kommen Jesu und die schnelle Ausbreitung des Evangeliums vorbereitet war.

Ich kann mir vorstellen, dann manche von der Formulierung „geboren von einer Frau“ etwas irritiert sind? – Von wem sollte Jesus denn sonst geboren werden, wenn nicht von einer Frau?! Nun, Paulus spielt damit vermutlich auf zwei atl. Prophetien an: 1. Mose 3,15 und Jesaja 7,14.

  • Mose 3,15: Gott sagte zur Schlange, die Eva zur Sünde verführt hatte: „Und ich will Feindschaft setzen zwischen dir und dem Weibe und zwischen deinem Nachkommen und ihrem Nachkommen; der soll dir den Kopf zertreten, und du wirst ihn in die Ferse stechen.“ Dieser Vers enthält das sogenannte Protevangelium, die erste Ankündigung – direkt nach dem Sündenfall – dass Gott einen Retter senden würde um Satan zu besiegen und die Menschheit zu erlösen. Dieser Retter würde dabei leiden (nebenbei bemerkt fand ich es eine gelungene Darstellung in der Eingangsszene von Mel Gibsons Film „Die Passion Christi“, in der Jesus in Gethsemane einer Schlange den Kopf zertrat; eine Anspielung darauf, dass Jesus diese Prophetie erfüllte). In dieser Ankündigung wird herausgestellt, dass der Retter ein Nachkomme Evas sein wird. Der Hinweis auf ihren Nachkommen, wörtlich: „ihren Samen“, könnte sogar ein verdeckter Hinweis auf die Jungfrauengeburt sein.
  • Jesaja 7,14: „Darum wird euch der HERR selbst ein Zeichen geben: Siehe, eine Jungfrau ist schwanger und wird einen Sohn gebären, den wird sie nennen Immanuel“. – In diesem Vers wird die Geburt Jesu (700 Jahre vorher!) durch eine Jungfrau prophetisch angekündigt. Das Kind wird „Immanuel“ genannt werden, das bedeutet „Gott mit uns“. Im Matthäusevangelium wird uns berichtet, wie Gott einen Engel zu Joseph sandte, um ihn über die wahren Umstände von Marias Schwangerschaft aufzuklären. Dabei betont der Engel, dass Jesus vom Hl. Geist gezeugt wurde. Matthäus zitiert in diesem Zusammenhang Jesaja 7,14 und wendet ihn auf Jesus an. Und Jesus ist wirklich „Immanuel“, durch ihn ist Gott zu uns Menschen gekommen.
    Nur durch die Jungfrauengeburt – gezeugt durch den Hl. Geist – war es möglich, dass Jesus zwei Naturen hatte: eine göttliche und eine menschliche – jeweils zu 100%. Gerade diese beiden Naturen waren die Voraussetzung dafür, dass Jesus einerseits sündlos leben und andererseits als Opfer für unsere Sünden sterben konnte.

Paulus nimmt in diesem Text Bezug auf das Gesetz, d.h. auf Gottes Gebote. Jesus wurde als Jude geboren und lebte als Jude unter dem Gesetz. Der Grund für Paulus Brief an die Galater war, dass eine Irrlehre in die Gemeinden eingedrungen war, die besagte, man müsse sich beschneiden lassen (d.h. zum Judentum übertreten) und das Gesetz halten, um gerettet zu werden. Doch Paulus macht deutlich, dass der Mensch nur aus Glauben gerettet werden kann. Er erklärte dabei auch die Funktion des Gesetzes (siehe dazu auch Römer 3,20). Paulus Aussagen sind sehr klar: niemand wird durch die Erfüllung des Gesetzes gerechtfertigt und gerettet (3,10ff). Denn kein Mensch ist fähig, das Gesetz jederzeit und vollständig zu erfüllen! Paulus erklärt, wozu das Gesetz überhaupt dient. In Galater 3,24 nennt er das Gesetz unseren „Zuchtmeister auf Christus hin“ (griech.: paidagogos – Pädagoge – der für die Erziehung zuständige Sklave). D.h. die Funktion des Gesetzes ist es, uns deutlich zu machen, dass wir Sünder sind, und uns auf Christus und den Glauben an IHN hinzuweisen (bzw. dahin zu führen). In den folgenden Versen (3,25-29) stellt Paulus heraus, dass wir – nachdem wir gläubig geworden sind – nicht mehr unter dem „Zuchtmeister“ Gesetz stehen, sondern Kinder Gottes geworden sind – und damit auch geistliche Nachkommen Abrahams und Erben der Verheißung, d.h. der Errettung und Teilhabe am Reich Gottes.

Nun, mancher mag sich nun fragen: Wen interessiert das (heute noch)? – Ich denke, es sollte uns alle interessieren! Wir stehen kurz vor Weihnachten, dem sogenannte Fest der Liebe. Doch irgendwie macht es den Eindruck, als ob wir den Urheber des Festes – und seinen Liebesbeweis durch Jesu Kommen für uns – irgendwie von diesem Fest ausschließen. Wir können Jesus und das Evangelium zwar ignorieren, aber nur für eine begrenzte Zeit. Gott hat seinen Plan mit dieser Welt. So, wie Jesus zum vorherbestimmten Zeitpunkt kam und Mensch wurde, so wird Jesus zum vorherbestimmten Zeitpunkt wieder kommen. Im apostolischen Glaubensbekenntnis heißt es von Jesus: „aufgefahren in den Himmel; er sitzt zur Rechten Gottes, des allmächtigen Vaters; von dort wird er kommen, zu richten die Lebenden und die Toten.“ – Wer´s glaubt wird seelig… – stimmt! Die Bibel fordert uns heraus, an Jesus zu glauben. Die alttestamentlichen Prophetien, die sich präzise bei Jesu 1. Kommen erfüllt haben, bezeugen die Wahrheit und Zuverlässigkeit der biblischen Botschaft. – Legt das nicht den Schluss nahe, dass sich auch die biblische Prophetie bezüglich der Wiederkunft genauso präzise erfüllen wird?