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Vater, vergib ihnen…

Das Buch „Es ist vollbracht“ des englischen Predigers C.H. Spurgeon enthält Predigten über Christi Worte am Kreuz. Der Evangelist Lukas überliefert uns die ersten Worte, die Jesus sprach als er ans Kreuz genagelt wurde:

„Jesus aber sprach: Vater, vergib ihnen; denn sie wissen nicht, was sie tun!“ (Lukas 23,34)

Spurgeon schrieb zu diesem Gebet Jesu:

Ist das alles wahr, mit Ostern und so...?„Wie abgrundtief ist das Gebet! Es ist unübertroffen. Kein anderes gleicht ihm. Es stimmt, auch Abraham, Moses und die Propheten taten Fürbitte für die Übeltäter, doch nicht für solche, die ihnen Hände und Füße durchbohrten. Es stimmt, daß Christen seit jenem Tage dieses Gebet wiederholten. Stephanus rief: „Herr, behalte ihnen diese Sünde nicht!“ (Apostelgeschichte 7,59). Manch ein Märtyrer auf dem Scheiterhaufen legte zuletzt noch eine Fürbitte für seine Verfolger ein. Aber wir wissen, von wem sie es lernten. Doch laßt mich fragen, von wem er es lernte. Von keinem! War er nicht das göttliche Original? Das Gebet ergab sich schlechthin aus seiner göttlichen Natur. Ein M i t – L e i d e n, das ihm und nur ihm eigentümlich war, legte ihm dieses Gebet, das kein Vorbild kennt, in den Mund. Seine königliche Liebe ließ ihn dieses erinnerungswürdige Fürbittegebet sprechen, das uns zum Vorbild dienen kann, für das es aber kein Vorbild gibt.“ Charles Haddon Spurgeon. Es ist vollbracht. Christi Worte am Kreuz, S. 12f.

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Ostern

Jesus Christus spricht: „Fürchte dich nicht! Ich bin der Erste und der Letzte und der Lebendige. Ich war tot und bin lebendig für immer und ewig! Ich habe die Schlüssel des Todes und des Totenreichs.“ Offenbarung 1,17b-18

Ostern

Jesus lebt, mit ihm auch ich!
Tod, wo sind nun deine Schrecken?
Er, er lebt und wird auch mich
von den Toten auferwecken.
Er verklärt mich in sein Licht;
dies ist meine Zuversicht.

Jesus lebt! Ihm ist das Reich
über alle Welt gegeben;
mit ihm werd auch ich zugleich
ewig herrschen, ewig leben.
Gott erfüllt, was er verspricht;
dies ist meine Zuversicht.

Jesus lebt! Wer nun verzagt,
lästert ihn und Gottes Ehre.
Gnade hat er zugesagt,
dass der Sünder sich bekehre.
Gott verstößt in Christus nicht;
dies ist meine Zuversicht.

Jesus lebt! Sein Heil ist mein,
sein sei auch mein ganzes Leben;
reines Herzens will ich sein,
bösen Lüsten widerstreben.
Er verlässt den Schwachen nicht;
dies ist meine Zuversicht.

Jesus lebt! Ich bin gewiss,
nichts soll mich von Jesus scheiden,
keine Macht der Finsternis,
keine Herrlichkeit, kein Leiden.
Seine Treue wanket nicht;
dies ist meine Zuversicht.

Jesus lebt! Nun ist der Tod
mir der Eingang in das Leben.
Welchen Trost in Todesnot
wird er meiner Seele geben,
wenn sie gläubig zu ihm spricht:
»Herr, Herr, meine Zuversicht!«

Text: Christian Fürchtegott Gellert 1757

Karfreitag

„Aber Gott hat seine Liebe zu uns dadurch bewiesen, dass Christus für uns starb, als wir noch Sünder waren.“  (Römer 5,8)

Karfreitag kl
Herr, stärke mich, dein Leiden zu bedenken,
mich in das Meer der Liebe zu versenken,
die dich bewog, von aller Schuld des Bösen
uns zu erlösen.

Vereint mit Gott, ein Mensch gleich uns auf Erden
und bis zum Tod am Kreuz gehorsam werden,
an unsrer Statt gemartert und zerschlagen,
die Sünde tragen:

welch wundervoll hochheiliges Geschäfte!
Sinn ich ihm nach, so zagen meine Kräfte,
mein Herz erbebt; ich seh und ich empfinde
den Fluch der Sünde.

Gott ist gerecht, ein Rächer alles Bösen;
Gott ist die Lieb und lässt die Welt erlösen.
Dies kann mein Geist mit Schrecken und Entzücken
am Kreuz erblicken.

Seh ich dein Kreuz den Klugen dieser Erden
ein Ärgernis und eine Torheit werden:
so sei’s doch mir, trotz allen frechen Spottes,
die Weisheit Gottes.

Es schlägt den Stolz und mein Verdienst darnieder,
es stürzt mich tief, und es erhebt mich wieder,
lehrt mich mein Glück, macht mich aus Gottes Feinde
zu Gottes Freunde.

Da du dich selbst für mich dahingegeben,
wie könnt ich noch nach meinem Willen leben?
Und nicht vielmehr, weil ich dir angehöre,
zu deiner Ehre.

Ich will nicht Hass mit gleichem Hass vergelten,
wenn man mich schilt, nicht rächend wiederschelten,
du Heiliger, du Herr und Haupt der Glieder,
schaltst auch nicht wieder.

Unendlich Glück! Du littest uns zugute.
Ich bin versöhnt in deinem teuren Blute.
Du hast mein Heil, da du für mich gestorben,
am Kreuz erworben.

Wenn endlich, Herr, mich meine Sünden kränken,
so lass dein Kreuz mir wieder Ruhe schenken.
Dein Kreuz, dies sei, wenn ich den Tod einst leide,
mir Fried und Freude.

Text: Christian Fürchtegott Gellert 1757

Leiden und Hoffnung

Mit dem heutigen Palmsonntag, an dem wir Jesu Einzug in Jerusalem gedenken, beginnt die sogenannte Karwoche – oder wie die Spanier sagen, die „Semana Santa“, die „heilige Woche“. Sie findet ihren Höhepunkt im Leiden und Sterben Jesu am Kreuz. Die ganze Last der Welt wurde damals auf IHN gelegt:Ist das alles wahr, mit Ostern und so...?

„Fürwahr, er trug unsre Krankheit und lud auf sich unsre Schmerzen. Wir aber hielten ihn für den, der geplagt und von Gott geschlagen und gemartert wäre. Aber er ist um unsrer Missetat willen verwundet und um unsrer Sünde willen zerschlagen. Die Strafe liegt auf ihm, auf dass wir Frieden hätten, und durch seine Wunden sind wir geheilt.“ (Jesaja 53,4-5)

Die neue, darauf folgende Woche begann mit einem zweiten Höhepunkt, der Auferstehung Jesu aus den Toten. Die Auferstehung unterstreicht und beglaubigt den Sieg Jesu: über den Tod, über den Teufel und über das Leiden.  Im 15. Kapitel des 1.Korintherbriefes macht der Apostel Paulus deutlich, wie entscheidend die Frage ist, ob Jesus wirklich auferstanden ist. Wäre Jesus nicht auferstanden, dann wäre unser Glaube umsonst und wir wären ohne Hoffnung. Aber Jesus ist auferstanden, in Raum und Zeit! Paulus führt mehr als 500 Zeugen an (1.Korinther 15,4-8), von denen die meisten damals noch lebten und welche die Zweifler unter den Korinthern befragen konnten.

Oft hört man die Aussage: „Woher sollen wir wissen, ob es nach dem Tod weiter geht? – Es ist doch noch keiner zurückgekommen!“ – Aber das stimmt nicht, EINER ist zurückgekommen: JESUS! Wer an Jesus Christus glaubt und IHM sein Leben anvertraut, der hat eine begründete Hoffnung – in diesem Leben und über dieses Leben hinaus.

Der Jesus-Film online

Am heutigen Karfreitag gedenken wir an den Opfertod Jesu am Kreuz, der gleichzeitig Gottes Liebesbeweis an uns Menschen ist. Jesus selbst äußerte sich folgendermaßen dazu:

„Denn also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben. Denn Gott hat seinen Sohn nicht in die Welt gesandt, dass er die Welt richte, sondern dass die Welt durch ihn gerettet werde.Wer an ihn glaubt, der wird nicht gerichtet; wer aber nicht glaubt, der ist schon gerichtet, denn er glaubt nicht an den Namen des eingeborenen Sohnes Gottes.“ (Johannes 3:16-18).

Paulus schrieb dazu im Römerbrief:

„Gott aber erweist seine Liebe zu uns darin, dass Christus für uns gestorben ist, als wir noch Sünder waren.“ (Römer 5:8)

 Gerade die Osterfeiertage sind eine gute Gelegenheit, sich intensiver mit Jesu Leben, Tod und Auferstehung zu beschäftigen. Vor vielen Jahren wurde das Leben Jesu nach dem Bericht des Lukas-Evangeliums verfilmt. Dieser Film wurde inzwischen in sehr viele Sprachen synchronisiert. Er kann inzwischen auch im Internet – in jeder dieser synchronisierten Fassungen – online angeschaut werden. The JESUS Film Project stellt ihn über eine Facebook-Seite zur Verfügung; man kann den Film aber anschauen, ohne sich bei Facebook anmelden oder registrieren zu müssen.

Hier der Link zum Film; einfach Sprache auswählen und anschauen: https://www.facebook.com/jesusfilm?sk=app_233867669965321

Ist das alles wahr, mit Ostern und so…?

Gestern, an Karfreitag, gedachten wir Jesu Tod am Kreuz. Morgen, am Ostersonntag, feiern wir seine Auferstehung. Doch, ist das alles wahr, mit Ostern und so…? Mit beständiger Regelmäßigkeit erscheinen in diesen Tagen wieder Artikel in Zeitschriften und im Internet, welche die Historizität von Kreuzigung und Auferstehung in Frage stellen. Man wisse letztlich nicht, ob die Überlieferung wahr sei, es sei halt alles „Glaubenssache“. – Leider zeugen diese Art von Aussagen davon, wie erschreckend schlecht die Leute heutzutage informiert sind. Und, was mich immer wieder noch mehr erschreckt ist, dass man oft nicht mehr bereit ist, sich über die Fakten zu informieren. Die Historizität Jesu und der Kreuzigung wird auch von verschiedenen außerbiblischen Quellen belegt. So schreibt der römische Geschichtsschreiber Tacitus (um 58 – um 120 n.Chr.), der beileibe kein Freund der Christen war, über den Brand von Rom u.a. folgendes:

„…gab Nero denen, die, durch Schandtaten verhaßt, das Volk Christen nannte, die Schuld und belegte sie mit den ausgesuchtesten Strafen. Der, von welchem dieser Name ausgegangen, Christus, war, als Tiberius regierte, vom Prokurator Pontius Pilatus hingerichtet worden…“
Denjenigen, die sich doch etwas näher mit den Fakten beschäftigen möchten, seien hier – stellvertretend für viele gute Publikationen – drei Bücher empfohlen:
„Der verheissene Erlöser: Messianische Prophetie, ihre Erfüllung und ihre historische Echtheit“ von Dr. Roger Liebi. Der Verfasser behandelt darin 330 erstaunlich genaue und äußerst differenzierte Prophezeiungen des Alten Testaments sowie deren Erfüllung in Jesus von Nazareth. Dabei werden auch weitere – außerbiblische Quellen – herangezogen, welche die Fakten stützen.

„Ist die Bibel Wahrheit?: Indizien und Bestätigungen für die Glaubwürdigkeit der Bibel“ von William MacDonald. Der Verfasser verdeutlicht darin wohlbegründet und leicht nachvollziehbar, weshalb die Bibel absolut vertrauenswürdig und vollkommen wahr ist.

Die Bücher von Dr. Roger Liebi und William MacDonald sind relativ kompakt (Taschenbücher, je um die 100 Seiten) und konzentrieren sich auf das Wesentliche. Wer theologisch etwas tiefer einsteigen möchte, dem sei die „Einleitung in die Schriften des Neuen Testaments“ von Dr. Erich Mauerhofer empfohlen.
Ich wünsche allen ein frohes Osterfest, denn: Der HERR ist auferstanden – er ist wahrhaftig auferstanden!

Zufall?

In ein paar Tagen ist Ostern. Heute, an Gründonnerstag (wer hat sich nur diesen seltsamen Namen ausgedacht?) gedenken wir des letzten Abendmahls, das Jesus mit seinen Jüngern feierte. Genauer gesagt, handelte es sich bei dem Mahl um das Passamahl, welches das Volk Israel jährlich zum Gedenken an den Auszug aus Ägypten feierte.

War es Zufall, dass Jesus genau an diesem Fest starb? Oder handelte es sich dabei um göttliches Timing? – Nämlich um deutlich zu machen: Jesus ist wirklich das Passalamm (vgl. 1. Korinther 5,7), das für die Sünden der Welt starb, damit alle, die an ihn glauben, Gottes Gericht entgehen – so wie damals die Israeliten in Ägypten.

War es Zufall, dass Johannes der Täufer von Jesus sagte „Siehe, das Lamm Gottes, das die Sünde der Welt wegnimmt!“ (Johannes 1,29) – obwohl er selbst den Zeitpunkt der Kreuzigung Jesus selbst nicht mehr erleben sollte?

War es Zufall, dass der Prophet Jesaja bereits schon etwa 700 Jahre vorher Jesu stellvertretendes Leiden beschrieb? (Nachzulesen in Jesaja 53)  Jesaja schrieb u.a.:

„Jedoch unsere Leiden – er hat sie getragen, und unsere Schmerzen – er hat sie auf sich geladen. Wir aber, wir hielten ihn für bestraft, von Gott geschlagen und niedergebeugt. Doch er war durchbohrt um unserer Vergehen willen, zerschlagen um unserer Sünden willen.“ (Jesaja 53,4-5).

War es Zufall, dass König David bereits schon etwa 1.000 Jahre vorher – in Psalm 22 – Jesu Leiden beschrieb? – In diesem Psalm, dessen Eingangsvers Jesu kurz vor seinem Tod noch (zufällig?) zitierte („Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?“; Psalm 22,2) schrieb David u.a. folgendes:

„Meine Kraft ist vertrocknet wie eine Scherbe, und meine Zunge klebt an meinem Gaumen; und in den Staub des Todes legst du mich. Denn Hunde haben mich umgeben, eine Rotte von Übeltätern hat mich umzingelt. Sie haben meine Hände und meine Füße durchgraben. Alle meine Gebeine könnte ich zählen. Sie schauen und sehen auf mich herab. Sie teilen meine Kleider unter sich, und über mein Gewand werfen sie das Los.“  (Psalm 22,16-19).

Ein bisschen viel Zufall, oder? Wenn es kein Zufall war – was bedeutet das dann konkret? Für mich?  Für Dich? Für Sie?