Schlagwort-Archive: Weihnachten

Fröhliche Weihnachten!

„Und das Wort ward Fleisch und wohnte unter uns, und wir sahen seine Herrlichkeit, eine Herrlichkeit als des eingeborenen Sohnes vom Vater, voller Gnade und Wahrheit. Johannes gibt Zeugnis von ihm und ruft: Dieser war es, von dem ich gesagt habe: Nach mir wird kommen, der vor mir gewesen ist; denn er war eher als ich. Und von seiner Fülle haben wir alle genommen Gnade um Gnade. Denn das Gesetz ist durch Mose gegeben; die Gnade und Wahrheit ist durch Jesus Christus geworden. Niemand hat Gott je gesehen; der Eingeborene, der Gott ist und in des Vaters Schoß ist, der hat ihn uns verkündigt.“ (Johannes 1,14-17)

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In Gerechtigkeit regieren – Jesus macht den Unterschied!

Der Prophet Jesaja ist der „Evangelist“ des Alten Testaments, denn sein Buch enthält mehr Prophetien über Jesus als das restliche Alte Testament zusammen. Viele Abschnitte bei Jesaja handeln vom Friedensreich des Messias, das Jesus bei seiner Wiederkunft aufrichten wird. Ja, wenn Jesus wiederkommt, dann wird endlich Frieden und Gerechtigkeit herrschen! Bei der heutigen Bibellese bin ich auf den folgenden Abschnitt gestoßen:

„Siehe, ein König wird in Gerechtigkeit regieren; und die Obersten, sie werden nach Recht herrschen.

Und jeder wird sein wie ein Bergungsort vor dem Wind und ein Schutz vor dem Wolkenbruch, wie Wasserbäche in dürrer Gegend, wie der Schatten eines gewaltigen Felsens im lechzenden Land.

Da werden die Augen der Sehenden nicht mehr verklebt sein, und die Ohren der Hörenden werden aufmerksam sein.

Und das Herz der Unbesonnenen wird auf Erkenntnis achtgeben, und die Zunge der Stammelnden wird fließend Deutliches reden.

Der Törichte wird nicht mehr edel genannt und der Schurke nicht mehr vornehm geheißen werden.

Denn ein törichter Mensch redet Törichtes. Und sein Herz bereitet Unheil, Ruchloses zu tun und Irreführendes gegen den HERRN zu reden, um die Seele des Hungrigen leer zu lassen und dem Durstigen den Trank zu verweigern.

Und die Werkzeuge des Schurken sind böse: er beschließt böse Anschläge, um die Elenden durch Lügenreden zugrunde zu richten, selbst wenn der Arme redet, was Recht ist.

Aber der Edle beschließt Edles, und auf Edlem besteht er.“                                                             (Jesaja 32,1-8)

Welch ein Kontrast zu dem, was wir in dieser gegenwärtigen gefallenen Welt erleben!

Die Advents- und Weihnachtszeit soll uns nicht nur an Jesu erstes Kommen, sondern auch an seine (jederzeit mögliche) Wiederkunft erinnern. Aber nicht nur das, sie ist auch eine persönliche Anfrage an jeden von uns: Bin ich auf sein Kommen vorbereitet? Jederzeit? Wünsche ich mir überhaupt, dass Jesus wiederkommt und SEIN Reich aufrichtet?

„Der diese Dinge bezeugt, spricht: Ja, ich komme bald. Amen; komm, Herr Jesus!“ (Offenbarung 22,20)

 

 

Die Advents- und Weihnachtszeit bewusst feiern

Cover - Weihnachten ohne Jesus 2 Auflage„Ich möchte Sie gleichzeitig ermutigen, die Advents- und Weihnachtszeit bewusst zu feiern. Im Neuen Testament finden wir keinerlei Hinweise darauf, dass wir diese Zeit feiern sollen. Interessant ist aber ein Blick in das Alte Testament. Dort finden wir mehrere große Feste, die das Volk Israel feiern sollte (z.B. Passah, das Laubhüttenfest, den großen Versöhnungstag). An diesen Festen sollte es sich an Gottes große Taten erinnern und die Erinnerung daran auch an die kommende Generation weitergeben. Die ersten Christen haben dieses Modell aufgenommen und bereits schon früh begonnen am ersten Tag der Woche, dem Sonntag, zusammenzukommen und der Auferstehung Jesu zu gedenken (vgl. Apostelgeschichte 20,7; 1. Korinther 16,2). Erst im zweiten Drittel des vierten Jahrhunderts begann man Weihnachten am 25. Dezember zu feiern. In den darauffolgenden Jahrhunderten ist Weihnachten dann zum Hauptfest der westlichen Kirchen geworden.

Es liegt letztlich an uns, ob wir Advent und Weihnachten zu einer Tradition ohne Inhalt verkommen lassen, oder ob wir diese Feste bewusst nutzen, um uns selbst an Gottes wundervolle Taten zu erinnern, über unsere Beziehung zu ihm nachzudenken und auch unseren Kindern von Gott weiterzusagen, damit sie IHN persönlich kennenlernen können.“

Jürgen H. Schmidt, Weihnachten ohne Jesus? – Den Grund für Weihnachten neu entdecken, S. 34f

Advent

Cover - Weihnachten ohne Jesus 2 Auflage„Der Advent soll uns an das Kommen Jesu erinnern und auf das Kommen Jesu vorbereiten. Wenn wir die Bibel aufmerksam lesen, dann bemerken wir, das dieses Kommen Jesu nicht ein spontaner Einfall Gottes war, sondern dass es von langer Hand vorbereitet wurde. In der Bibel, insbesondere im Alten Testament, finden wir viele Spuren, die auf Jesu Kommen vorbereiten und es ankündigen. In diesem Kapitel werden wir einige dieser Spuren etwas verfolgen. Das Alte Testament ist durchdrungen von der Erwartung und Hoffnung auf den Messias. Je mehr ich das Alte Testament studiere, desto begeisterter und faszinierter bin ich, wie Gott sein Kommen vorbereitet und angekündigt hat. Vor allem der Prophet Jesaja bietet dabei eine riesige Fundgrube. Jesaja enthält mehr Prophetien über Jesus als das restliche Alte Testament zusammen! Daher kann Jesaja zurecht als der “Evangelist” des Alten Testaments bezeichnet werden.“

Jürgen H. Schmidt: Weihnachten ohne Jesus? – Den Grund für Weihnachten neu entdecken, S.12.

Neuauflage: “Weihnachten ohne Jesus? – Den Grund für Weihnachten neu entdecken“

Cover - Weihnachten ohne Jesus 2 AuflageKürzlich erschien die 2. aktualisierte und erweiterte Auflage von “Weihnachten ohne Jesus? – Den Grund für Weihnachten neu entdecken“. Darin geht es um eine Rückbesinnung auf den Ursprung und Inhalt des Weihnachtsfests. Warum feiern wir eigentlich Weihnachten? Worum geht es dabei wirklich? Und vor allem: Wie können wir die Hauptperson, das “Geburtstagskind” mit einbeziehen? Ja, noch wichtiger, wie können wir eine persönliche Beziehung zu Jesus finden?

Für die Neuauflage erfolgte u.a. die Aktualisierung der verwendeten Bibelübersetzung, außerdem wurde ein weiteres Kapitel (“Zweifel an Jesus?“) hinzugefügt. Der Preis für die Printausgabe liegt weiterhin bei Euro 4,80 (inkl. MWSt.); der Preis für die eBook-Ausgabe konnte von Euro 4,49 auf Euro 2,99 (inkl. MWSt.) gesenkt werden.

Jürgen H. Schmidt: Weihnachten ohne Jesus? Erschienen bei Books on Demand, Norderstedt; ISBN 978-3-8391-1721-7, 64 Seiten, Paperback, Euro 4,80 / CHF 7,50 (inkl. MWSt.).

Das Buch kann über die örtliche Buchhandlung oder das Internet bezogen werden. Weitere Infos finden Sie auf der Internetseite zum Buch.

Fröhliche Weihnachten – Feliz Navidad

weihnachten2012

Siehe, du wirst schwanger werden und einen Sohn gebären, und du sollst ihm den Namen Jesus geben. Der wird groß sein und Sohn des Höchsten genannt werden; und Gott der Herr wird ihm den Thron seines Vaters David geben, und er wird König sein über das Haus Jakob in Ewigkeit, und sein Reich wird kein Ende haben.“ (Lukas 1,31-33)

Y he aquí, concebirás en tu vientre, y darás a luz un hijo, y llamarás su nombre JESÚS. Éste será grande, y será llamado Hijo del Altísimo; y el Señor Dios le dará el trono de David, su padre;  y reinará sobre la casa de Jacob por siempre; y de su reino no habrá fin.“ (San Lucas 1:31-33)

Die größte Geburtstagsfeier des Jahres naht…

Morgen ist der 1.Adevent und heute fanden bereits die ersten Weihnachtsmärkte statt. Es geht in großen Schritten auf das größte Geburtstagsfest des Jahres zu… – ein Grund, an dieser Stelle wieder einmal auf mein Buch „Weihnachten ohne Jesus?“ hinzuweisen.

Seit einer Weile gibt es auch folgenden Flyer zum Buch, der gerne auch als Datei weitergegeben oder auch in andere Seiten eingebunden werden darf. Danke!

Flyer-Weihnachten-Mailanhang

Fröhliche Weihnachten! – ¡Feliz Navidad!

„Und der Engel sprach zu ihnen: Fürchtet euch nicht! Denn siehe, ich verkündige euch große Freude, die dem ganzen Volk widerfahren soll. Denn euch ist heute ein Retter geboren, welcher ist Christus, der Herr, in der Stadt Davids. Und das sei für euch das Zeichen: Ihr werdet ein Kindlein finden, in Windeln gewickelt und in einer Krippe liegend.“ (Lukas 2,10-12)

“Pero el ángel les dijo:—No temáis, porque yo os doy nuevas de gran gozo, que será para todo el pueblo: que os ha nacido hoy, en la ciudad de David, un Salvador, que es Cristo el Señor. Esto os servirá de señal: hallaréis al niño envuelto en pañales, acostado en un pesebre.” (Lucas 2:10-12)

„Darum wird euch der Herr selbst ein Zeichen geben: Siehe, die Jungfrau hat empfangen und wird Mutter eines Sohnes, den sie Immanuel nennen wird.“ (Jesaja 7,14)
“Por tanto, el Señor mismo os dará señal: La virgen concebirá y dará a luz un hijo y le pondrá por nombre Emanuel.” (Isaías 7:14)

„Und du, Bethlehem-Ephrata, du bist zwar klein, um unter den Hauptorten Judas zu sein; aber aus dir soll mir hervorgehen, der Herrscher über Israel werden soll, dessen Ursprung von Anfang, von Ewigkeit her gewesen ist.“ (Micha 5,1)
“Pero tú, Belén Efrata, tan pequeña entre las familias de Judá, de ti ha de salir el que será Señor en Israel; sus orígenes se remontan al inicio de los tiempos, a los días de la eternidad.” “Miqueas 5:2)

„Als aber die Zeit erfüllt war, sandte Gott seinen Sohn, geboren von einer Frau und unter das Gesetz getan, damit er die, die unter dem Gesetz waren, erlöste, damit wir die Kindschaft empfingen.“ (Galater 4,4-5)
“Pero cuando vino el cumplimiento del tiempo, Dios envió a su Hijo, nacido de mujer y nacido bajo la Ley, para redimir a los que estaban bajo la Ley, a fin de que recibiéramos la adopción de hijos.” (Gálatas 4:4-5)

„Denn ihr kennt die Gnade unseres Herrn Jesus Christus: obwohl er reich ist, wurde er doch arm um euretwillen, damit ihr durch seine Armut reich würdet.“ (2. Korinther 8,9)
“Ya conocéis la gracia de nuestro Señor Jesucristo, que por amor a vosotros se hizo pobre siendo rico, para que vosotros con su pobreza fuerais enriquecidos.” (2 Corintios 8:9)

„Denn Gott hat die Welt so geliebt, daß er seinen eingeborenen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren gehe, sondern ewiges Leben habe. Denn Gott hat seinen Sohn nicht in die Welt gesandt, daß er die Welt richte, sondern daß die Welt durch ihn gerettet werde. Wer an ihn glaubt, wird nicht gerichtet; wer aber nicht glaubt, der ist schon gerichtet, weil er nicht geglaubt hat an den Namen des eingeborenen Sohnes Gottes.“ (Johannes 3,16-18)
“De tal manera amó Dios al mundo, que ha dado a su Hijo unigénito, para que todo aquel que en él cree no se pierda, sino que tenga vida eterna. Dios no envió a su Hijo al mundo para condenar al mundo, sino para que el mundo sea salvo por él. El que en él cree no es condenado; pero el que no cree ya ha sido condenado, porque no ha creído en el nombre del unigénito Hijo de Dios.” (Juan 3:16-18)

Wer´s glaubt wird selig! – ¡El que cree será salvo!

Advent – Vorbereitung auf das Kommen Jesu

Aufgrund der noch milden Temperaturen könnte man es kaum glauben, aber es ist wahr: Die Adventszeit hat wieder begonnen! Die ersten Weihnachtsmärkte fanden bereits statt und Weihnachten nähert sich mit großen Schritten.

Um die Adventszeit und die Vorbereitung des Kommens Jesu geht es auch im 2. Kapitel meines Buches „Weihnachten ohne Jesus?“ – Hier zwei Auszüge und Gedankenanstöße daraus:

„Doch warum feiern wir eigentlich Advent? Warum kommen wir nicht gleich zur Sache?
Bedeutet Advent, dass wir jede Woche eben eine weitere Kerze am Adventskranz anzünden und uns auf diese Weise schon mal gefühlsmäßig auf Weihnachten einstimmen?
Oder ist Advent die „heilige Zeit des Einzelhandels“, die ihm die Möglichkeit bietet, nochmals einen guten Umsatz zum Abschluss des Jahres zu machen?
Advent kommt vom lateinischen „Adventus Domini“ und bedeutet „Ankunft des Herrn“. Es geht also um das Kommen Jesu. Der Advent soll uns an das Kommen Jesu erinnern und auf das Kommen Jesu vorbereiten.
Wenn wir die Bibel aufmerksam lesen, dann bemerken wir, das dieses Kommen Jesu nicht ein spontaner Einfall Gottes war, sondern dass es von langer Hand vorbereitet wurde. In der Bibel, insbesondere im Alten Testament, finden wir viele Spuren, die auf Jesu Kommen vorbereiten und es ankündigen. In diesem Kapitel werden wir einige dieser Spuren etwas verfolgen. Das Alte Testament ist durchdrungen von der Erwartung und Hoffnung auf den Messias. Je mehr ich das Alte Testament studiere, desto begeisterter und faszinierter bin ich, wie Gott sein Kommen vorbereitet und angekündigt hat. Vor allem der Prophet Jesaja bietet dabei eine riesige Fundgrube.“ Aus: Weihnachten ohne Jesus?, S.13

„Gott offenbarte den Propheten manchmal sogar kleinste Details über Jesu Kommen und dessen Leben. Der Prophet Micha kündigte bereits 700 Jahre vorher an, wo Jesus geboren werden sollte: „Und du, Bethlehem Efrata, das du klein unter den Tausendschaften von Juda bist, aus dir wird mir der hervorgehen, der Herrscher über Israel sein soll; und seine Ursprünge sind von der Urzeit, von den Tagen der Ewigkeit her“ (Micha 5,1; Rev. Elberfelder Bibel).
Sacharja kündigte mehr als 500 Jahre vorher den Einzug Jesu in Jerusalem an: „Aber du, Tochter Zion, freue dich sehr, und du, Tochter Jerusalem, jauchze! Siehe, dein König kommt zu dir, ein Gerechter und ein Helfer, arm, und reitet auf einem Esel und auf einem jungen Füllen der Eselin.“ (Sacharja 9,9; vgl. Matthäus 21,1-11).
Jesaja sagte in dem bekannten Kapitel vom „leidenden Gottesknecht“ (Jesaja 53), bereits 700 Jahre vorher Jesu Leiden und seinen stellvertretenden Tod für unsere Schuld voraus. Man könnte noch viele weitere Prophezeiungen nennen, die eben-falls bis in kleinste Details gehen und sich wortwörtlich erfüllt haben. Insbesondere Matthäus weist uns in seinem Evangelium auf solche erfüllte Prophetien hin. Die buchstäbliche Erfüllung dieser Verheißungen zeigt nicht nur, dass Jesus wirklich der Messias ist. Sie zeigt uns auch, dass die Bibel zuverlässig und ihre Botschaft glaub- und vertrauenswürdig ist!“ Aus: Weihnachten ohne Jesus?, S.25f

Die Adventszeit wäre eigentlich eine gute Gelegenheit das Leben bewusst etwas zu entschleunigen. Warum nicht abends eine Kerze am Adventskranz anzünden, die Bibel zur Hand nehmen und entdecken, wie groß Gottes Liebe zu uns ist. – So groß, dass Jesus ganz bewusst und freiwillig den Himmel verlassen hat und zu uns auf die Erde gekommen ist!

Advent und Weihnachten – ein „politisches Ereignis“?

Heutzutage verbinden viele mit Advent und Weihnachten zuallererst Dinge wie Kerzenschein, den Duft von Zimtsternen oder Glühwein – und natürlich Geschenke. Religiöse Menschen verbinden damit auch einen gewissen besinnlichen Aspekt, der je nach spiritueller Ausrichtung ganz unterschiedliche Züge trägt. Aber würden wir Advent und Weihnachten auch mit Politik in Verbindung bringen? – Eher selten. Zumindest heutzutage …„Advent“ ist ja von „Adventus Domini“ abgeleitet und bedeutet „Ankunft des Herrn“. – Das Wort „Herr“ wird in diesem Zusammenhang nicht im Sinne einer netten Anrede, sondern im Sinne von „Herrschaft“ gebraucht. Derjenige, der kommen wird, ist der HERR, der König, Gott, die oberste Instanz des Universums! Mehrere alte Advents- und Weihnachtslieder bringen diese Wahrheit zum Ausdruck:

„Dein König kommt in niedern Hüllen…“ „Freue dich Welt, dein König naht …“ „Du König der Ehren, Herrscher der Heerscharen, verschmähst nicht zu ruhen in Marien’s Schoß Gott, wahrer Gott, von Ewigkeit geboren!“ „Jesus ist kommen, der König der Ehren. Himmel und Erde, rühmt seine Gewalt!“ „Macht hoch die Tür, die Tor‘ macht weit! Es kommt der Herr der Herrlichkeit, ein König aller Königreich …“

Auch für König Herodes den Großen war die Geburt Jesu ein politisches Ereignis. Er reagierte ziemlich bestürzt auf die Nachricht der Weisen vom Morgenland (Matthäus 2,1ff), die von der Geburt des „Königs der Juden“ berichteten – und ordnete ein Massaker unter Babys und Kleinkindern in Bethlehem an. Das entsprach voll und ganz der Machtbesessenheit dieses Despoten, der nicht davor zurückschreckte, eine seiner Ehefrauen und drei seiner Söhne zu töten. Der damals regierende Kaiser Augustus bemerkte mit beißendem Witz, er wäre lieber das Schwein von Herodes als sein Sohn…

Bemerkenswert ist auch der Lobpreis der damals mit Jesus schwangeren Maria (Lukas 1,46-55), der unter dem Titel „Magnificat“ in die Geschichte eingegangen ist. Auch darin finden wir sehr „politische“ Aussagen: „Er hat Mächtige von Thronen hinabgestoßen und Niedrige erhöht. Hungrige hat er mit Gütern erfüllt und Reiche leer fortgeschickt.“ (Lukas 1,52-53). Sehr klar weist sie mit diesen Worten auf Gott hin, der die Macht hat jederzeit die Mächtigen dieser Welt zu entmachten – und andere an ihrer Stelle einzusetzen. Es gibt sogar Beispiele in der neueren Geschichte dafür:

„1. Beispiel: „Er hat Mächtige von Thronen hinabgestoßen und Niedrige erhöht.“ (Rev. Elberfelder) Ich muss dabei an zwei Lieder denken, die zu DDR-Zeiten in der damaligen DDR geschrieben und dort in den Gemeinden gesungen wurden. Das Lied: „Gott ist immer noch Gott, Gott ist immer, Gott ist Gott!“ stammt von Eberhard Laue (1980). Und in dem Lied „Wer Gott folgt, riskiert seine Träume“ von Theo Lehmann und Jörg Swoboda (1987 oder früher geschrieben) heißt es: „Die Mächtigen kommen und gehen, und auch jedes Denkmal mal fällt. Bleiben wird nur, wer auf Gottes Wort steht, dem sichersten Standpunkt der Welt! Und lehrt eure Kinder das eine, dass über Gott keiner mehr steht, dass auch der Größte klein beigeben muss, wenn Gott kommt und alles vergeht.“ – Wie recht sollten die Autoren dieser Lieder haben! Wir selbst wurden vor 20 Jahren Augenzeugen dieses dramatischen Wandels. Wer hätte gedacht, dass die Mauer jemals fallen würde? Oder denken wir an einen Lech Walesa, der vom Elektriker der Lenin-Werft zum Staatspräsidenten Polens wurde.

2. Beispiel: „Hungrige hat er mit Gütern erfüllt und Reiche leer fortgeschickt“ (Rev. Elberfelder)
Hier haben wir eine Parallele zum ersten Beispiel. Mir kam dazu Erich Honecker in den Sinn. Nach dem Zusammenbruch seines Regimes war er unerwünscht und wohnungslos geworden. Nach einem Krankenhausaufenthalt fand er für 10 Wochen Zuflucht in einem evangelischen Pfarrhaus in Lobetal.“ Aus: Weihnachten ohne Jesus?, Kapitel 4: Der Lobpreis der Maria, S. 46f.

An Erich Honecker wird die Ironie der Geschichte besonders deutlich. Steffen Reichert hat auf „der Freitag“ Honeckers Geschichte unter dem Titel „Kirchenasyl in Lobetal“ gut beschrieben.

Die meisten bringen den Advent nur mit Jesu erstem Kommen vor rund 2.000 Jahren in Verbindung. Doch der Advent soll uns auch daran erinnern, dass Jesus wiederkommen wird. Auf dieses kommende Ereignis weisen nicht nur die Schriften des Alten und Neuen Testaments hin, sondern auch das Apostolische Glaubensbekenntnis, das regelmäßig in vielen christlichen Kirchen gesprochen wird. Dort heißt es über Jesus Christus: „Er sitzt zur Rechten Gottes, des allmächtigen Vaters; von dort wird er kommen, zu richten die Lebenden und die Toten.“

Seine Wiederkunft wird auch ein höchst politisches Ereignis sein! – Glauben wir´s? Glauben und erwarten wir, dass er wiederkommen wird?